Alonso könnte in Monaco für drittes Team siegen

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Es dürfte die dominierende Frage des Formel-1-Wochenendes werden: Können sich die Silbernen vorne halten?

Mercedes gilt im Qualifying für den klassischen Grand Prix von Monaco als klarer Favorit, im Rennen haben die Silberpfeile aber ihre Probleme.

Die besondere Charakteristik des Stadtkurses mit seinen kaum vorhandenen Überholmöglichkeiten könnte Nico Rosberg und Lewis Hamilton zumindest eine kleine Siegchance geben.

Vorsichtiger Optimismus

Mercedes ist zuletzt dreimal in Serie auf der Pole Position gestanden, jüngst war es zweimal Rosberg.

Der Deutsche, der in Monaco lebt, dominierte auch das freie Training im Fürstentum. "Wir müssen vorsichtig optimistisch sein", betonte Rosberg. "Es gibt immer noch unser Problem mit der Rennpace. Das ist auch hier entscheidend für ein gutes Resultat."

In Bahrain und Barcelona war der 27-Jährige im Rennen auf die Plätze neun bzw. sechs durchgereicht worden.

"Wie in einer anderen Welt"

Grund ist die enorme Reifenbeanspruchung des W04. "Wir haben Fortschritte gemacht, aber es gibt noch ein paar Fragezeichen", gestand Rosberg.

Die Hoffnung könnte es sein, sich mit einer Ein-Stopp-Strategie durchzuretten - und so das Feld über die volle Distanz von 78 Runden hinter sich zu halten.

Hamilton ist ohnehin ein Fan das "Trancezustandes" in den Straßenschluchten. "Es ist surreal, wie in einer anderen Welt. Es ist, als ob du ein Raumschiff um die Strecke fährst", erklärte der Brite.

Kein klarer Favorit

Hamilton stand seit seinem Sieg im Weltmeisterjahr 2008 in Monaco nicht mehr auf dem Podest, Rosberg war im Vorjahr Zweiter.

Über die Siegchancen des Mercedes-Duos sind sich selbst die lokalen Buchmacher in der Glücksspielstadt nicht einig.

Einige sehen Rosberg und Hamilton mit Barcelona-Sieger Fernando Alonso gleichauf, andere den Ferrari-Star als leichten Favoriten.

Gefahr für Vettel

"Das Gefühl ist gut", versicherte Alonso, der den Klassiker als erster Pilot überhaupt für drei verschiedene Teams (2006 Renault, 2007 McLaren) gewinnen könnte.

17 Punkte fehlen dem Spanier auf Weltmeister und WM-Leader Sebastian Vettel im Red Bull.

Gefahr droht dem Titelverteidiger auch von Kimi Räikkönen im Lotus. Der Finne zählt zwar im Fürstentum zwar nicht zum engsten Favoritenkreis, liegt in der WM-Wertung aber nur vier Punkte zurück. "Mercedes ist sehr, sehr schnell. Aber wenn wir alles hinbekommen, können wir mit ihnen mithalten", meinte Räikkönen.

Red Bull fuhr im Training hinterher

Im freien Training befand sich der "Iceman" im Umfeld der Red Bulls - also deutlich hinter Mercedes und Ferrari. "Wir müssen noch etwas Rundenzeit finden", sagte Vettel.

"Im vergangenen Jahr waren wir im Training aber auch nicht wirklich dabei", erinnerte Stallrivale Mark Webber.

Dennoch erbte er durch eine Rückversetzung von Rekordweltmeister Michael Schumacher die Pole Position - und fuhr seinen zweiten Monaco-Sieg nach 2010 ein.

Auf der Suche nach Konstanz

Dreimal in Serie durfte zuletzt ein Red-Bull-Pilot als Sieger zu Albert II. in die Fürstenloge.

Die klare Vormachtstellung der Bullen in der Königsklasse scheint in dieser Saison aber gebrochen - nicht zuletzt aufgrund der schwer verständlichen Reifen.

Konstanz lautet vor diesem Hintergrund das Zauberwort. "Wir wollen beide WM-Titel verteidigen, also brauchen wir auch hier die nötigen Punkte", erklärte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko.

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