Siege erlauben keine Fehler

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Red Bull am Hungaroring zu fehleranfällig

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Titelverteidiger Red Bull macht sich ob der Ränge drei und vier im Formel-1-Grand-Prix von Ungarn keine Sorgen um die Weltmeisterschaft.

Eine Aneinanderreihung mehrerer kleiner Fehler hätte ein besseres Ergebnis verhindert, meinte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko.

"Vom Speed her waren wir dabei", betonte der 70-jährige Steirer am Sonntag.

Nicht das Maximum herausgeholt

"Es muss alles perfekt funktionieren, dann kann man gewinnen", sagte Marko. Das war auf dem Hungaroring nicht der Fall.

Schon im Qualifying holte Weltmeister Sebastian Vettel mit einer suboptimalen Runde und Startplatz zwei hinter Lewis Hamilton nicht das Maximum heraus.

Einem mäßigen Start folgte ein leicht beschädigter Frontflügel und schließlich auch noch ein etwas zu langsamer erster Boxenstopp.

Teufel steckt im Detail

"An der Präzision muss man arbeiten", mahnte Marko. "Diese kleinen Fehler darf man sich nicht leisten, wenn das Feld so eng beisammen liegt. Kleinigkeiten haben große Auswirkungen."

Bei Vettel etwa, dass er im Rennen einige Zeit hinter dem auf einer anderen Strategie fahrenden McLaren-Piloten Jenson Button festhängte.

Marko: "Das war rennentscheidend. Besser als Dritter und Vierter wäre hier möglich gewesen."

Vorsprung nach wie groß

Zumal die Bullen das freie Training am Freitag noch dominiert hatten. Mark Webber war dort zweimal hinter Vettel Zweiter.

"Wir gehen in jedes Rennen mit dem Anspruch, zu gewinnen", versicherte Marko. Wenn das nicht gehe, wolle man zumindest die optimale Punktzahl herausholen.

Nach zehn von 19 Saisonrennen beträgt Vettels Vorsprung auf die WM-Verfolger Kimi Räikkönen und Fernando Alonso 38 bzw. 39 Zähler.

Keinen Druck ausgeübt

"Man muss sich keine Sorgen machen", beruhigte Marko. "In der WM sind wir in einer guten Position, auch in der Konstrukteurswertung."

Dort liegt Mercedes mit Ungarn-Sieger Hamilton mit 67 Punkten Rückstand auf Rang zwei. Den Silberpfeilen, auf die er selten gut zu sprechen ist, gratulierte Marko.

"Mercedes ist das toll nach Hause gefahren. Vielleicht hätte es aber anders ausgesehen, wenn wir sie unter Druck gesetzt hätten." Um diese Chance haben sich die Bullen mit ihren Fehlern selbst gebracht.

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