Gerücht: Honda vor Comeback mit McLaren?

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Steht Honda vor einem Comeback in der Formel 1?

Wie das deutsche Fachmagazin "auto motor und sport" berichtet, soll es beim japanischen Autohersteller Pläne für eine Rückkehr als Motoren-Lieferant geben.

Ab 2014 könnte McLaren mit den neuen V6-Turbo-Aggregaten versorgt werden.

Das Magazin beruft sich dabei auf die Aussagen eines Honda-Managers, der verraten haben soll, dass nur noch die Zustimmung des Vorstands fehle.

Was macht der Vorstand?

Honda unterhielt von 2006 bis 2008 ein millionenschweres Werksteam, das allerdings nur ein Rennen (Budapest 2006 durch Jenson Button) gewinnen konnte. Aufgrund der Wirtschaftskrise entschloss man sich vor drei Jahren zum Ausstieg.

Wie groß die Lust des Honda-Vorstands auf ein Comeback ist, sei dahingestellt. Die Umsätze des Konzerns sind durch die schwierige wirtschaftliche Lage und die Tsunami-Katastrophe in Japan nach wie vor im Keller.

Der renommierte britische Journalist James Allen stellt daher die Comeback-Gerüchte in Frage. "Meine japanischen Quellen sagen Nein", schreibt er in seinem Blog.

McLaren braucht Partner

Ist am Ende der Wunsch Vater des Gedanken? Zumindest McLaren könnte großes Interesse an einem Deal haben.

Bis Ende der nächsten Saison gibt Mercedes die letzten Anteile am britischen Traditions-Team ab. Ab 2013 muss McLaren für die Motoren aus Stuttgart erstmals bezahlen.

Da Mercedes mittlerweile selbst ein eigenes Werks-Team unterhält, ist unklar, ob man auch unter dem neuen Motoren-Reglement (das V6-Turbos vorschreibt) mit McLaren zusammenarbeitet.

Comeback einer Traum-Ehe?

Die Briten laufen Gefahr, technisch den Anschluss zu den anderen Top-Teams zu verlieren: Red Bull Racing intensiviert die Zusammenarbeit mit Renault und entwickelt den Motor für 2014 gemeinsam mit den Franzosen, Ferrari und Mercedes sind ohnehin reinrassige Werks-Rennställe.

Zumindest vom Pathos her wäre die Kombination McLaren und Honda eine Traumehe: Von 1988 bis 1992 arbeitete man bereits zusammen. In nur fünf Jahren gewann man gemeinsam je vier Mal die Fahrer- und die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft.

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