FIA und Honda am Verhandlungstisch

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Die FIA und Honda verhandeln derzeit über eine Änderung des Motoren-Reglements. Der japanische Hersteller tritt erstmals seit seinem Rücktritt im Jahr 2008 wieder an und fühlt sich benachteiligt.

Den konkurrierenden Motorenbauern, Mercedes, Ferrari und Renault, wurde es aufgrund eines Schlupfloches im Reglement gestattet die Motoren zur Saison 2015 zu ändern. Für die Japaner gilt diese Regelung bisher nicht, dementsprechend angesäuert reagiert man bei Honda.

Kompliziertes Motorenreglement

Auch die Japaner würden gerne am Motor schrauben

Im Detail geht es darum, dass den Konkurrenten erlaubt wurde, für die heurige Saison 32 der insgesamt 66 verschiedenen Motor-Bausteine zu verändern.

Im Jahr 2016 dürfen weitere 25 Bausteine geändert werden, 2017 20 Bausteine, 2018 15 Bausteine und in den Jahren 2019 und 2020 nur mehr je drei Bausteine.

Für Honda würde diese Regelung nicht zeitversetzt gelten, die Japaner würden 2016 in den gleichen Plan einsteigen und dürften ebenfalls nur 25 Bausteine ändern. Honda könnte die 32 Änderungen, die die Konkurrenz heuer vollziehen darf, bis 2020 nicht mehr einholen.

In der Saison 2015 dürfen zudem nur mehr vier Motoren pro Auto verwendet werden, im letzten Jahr waren es noch fünf. Auch hier sieht sich Honda als Newcomer im Nachteil.

FIA muss reagieren

Honda will wieder einen Platz an der Sonne

Insider sehen eine mögliche Lösung darin, dass Honda bis Ende Februar eine Homologation einreicht und danach ebenfalls die Möglichkeit bekommt 32 Bausteine zu verändern.

Die FIA muss jedenfalls reagieren, da die momentane Situation nicht nur Honda benachteiligt, sondern auch mögliche Neueinsteiger verschreckt.

Honda selbst äußert sich nicht zu den laufenden Gesprächen, verweist in einer Aussendung aber darauf, dass sie "den Glauben an den fairen Wettkampf, im Sinne des Sports und der Fans" nicht aufgeben.

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