Formel 1 2012: Die Neuerungen im Überblick

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In wenigen Tagen heulen die Motoren der Formel 1 wieder auf.

Am 18. März startet in Melbourne die Saison 2012, die erst 20 Rennen später am 25. November in Sao Paulo wieder zu Ende geht.

Es gibt neue Fahrer, neue Autos und ein adaptiertes Reglement.

LAOLA1 klärt auf, was sich seit dem letzten Rennen verändert hat:

FAHRER:

Kimi Räikkönen ist wieder da! Der Finne kehrt nach zwei durchwachsenen Jahren in der Rallye-WM in die Formel 1 zurück und wird für Lotus fahren. Mit Räikkönen, Michael Schumacher, Jenson Button, Lewis Hamilton, Fernando Alonso und Sebastian Vettel sind sechs (!) Fahrer unterwegs, die bereits einmal einen Weltmeister-Titel gewinnen konnten. Damit ist ein Allzeit-Rekord aus den Sechzigerjahren eingestellt.

Ebenfalls über ein Comeback in einem Stammcockpit freuen dürfen sich Nico Hülkenberg (Force India), Romain Grosjean (Lotus) und Pedro de la Rosa (HRT). Keinen Platz mehr fanden die Dauerbrenner Rubens Barrichello (39) und Jarno Trulli (37). Waschechte Rookies gibt es heuer zwei: Die beiden Franzosen Jean-Eric Vergne (Toro Rosso) und Charles Pic (Marussia).

RENNKALENDER:

Erstmals in der F1-Geschichte sollen heuer 20 Rennen gefahren werden. Neu im Kalender ist der US-Grand-Prix, der für 18. November im texanischen Austin eingeplant ist. Hinter diesem Rennen steht aber ein großes Fragezeichen. Unterschiedliche Faktoren sorgten für einige Verzögerungen. Derzeit soll in Schichten rund um die Uhr an der Fertigstellung gearbeitet werden. Ausfallen könnte unter Umständen auch der Bahrain-GP, wo es noch immer politische Unruhen gibt.

Das Saisonfinale geht am 25. November in Sao Paulo über die Bühne. Erst dreimal in der Geschichte gab es zu einem noch späteren Zeitpunkt im Jahr F1-Rennen: Zuletzt 1963, als de Südafrika-GP am 28. Dezember gefahren wurde. Aufgrund der Olympischen Spiele dauert die Sommerpause heuer satte 32 Tage: Zwischen 29. Juli (Rennen in Budapest) und 31. August (1. Training in Spa) bleiben die Motoren stumm.

TEAMS:

Der Namesstreit zwischen Lotus Renault und Team Lotus ist beendet. Letztere zogen vor Gericht den Kürzeren und heißen heuer Caterham F1, Lotus verzichtet künftig auf die Bezeichnung Renault im Team-Namen. Marussia-Virgin heißt nur noch Marussia.

TESTFAHRTEN:

Erstmals seit 2008 gibt es wieder eine Möglichkeit nach Saisonstart zu testen: Von 1. bis 3. Mai erhalten die Teams im italienischen Mugello die Chance drei Tage lang Testfahrten zu bestreiten. Zu diesem Zeitpunkt werden bereits die ersten vier Rennen gefahren sein. Zugunsten dieser Test-Möglichkeit verzichteten die Rennställe sogar auf drei Tage der Februar-Tests, die damit auf zwölf Tage limitiert waren.

TECHNIK:

Eine der größten technischen Neuerungen des Vorjahres (der "blown diffusor", oft auch als "Zwischengas" betitelt) ist heuer verboten.Dennoch könnte es wieder Regel-Streitigkeiten geben: Mercedes setzt auf einen Lufteinlass an der Nase, der bei DRS-Betätigung F-Duct-ähnliche Funktionen (führt zu höherer Endgeschwindigkeit auf Geraden) aufweisen soll, Red Bull Racing hat in der Frontpartie ebenfalls einen Lufteinlass bislang unbekannten Nutzens.

Die neuen "Höcker-Nasen" sind der Sicherheit geschuldet. Artikel 3.7.9 des Technischen Reglements sieht vor, dass die maximale Höhe der Karosserie 15 cm vor dem Monocoque 55 cm nicht überschreiten darf. Bisher waren es 62,5 cm. Die Piloten sollen dadurch bei Unfällen besser vor den Nasen ihrer Gegner geschützt werden, die Chassishöhe im Bereich des Fahrers blieb nämlich gleich

SAFETY CAR:

Kein Jahr ohne Regeländerung beim Safety Car! Wie in anderen Rennserien üblich, dürfen sich ab sofort überrundete Fahrzeuge hinter dem Safety Car „zurückrunden“. Damit soll verhindert werden, dass dem Spitzenfeld beim Restart Nachzügler als Puffer dienen.

Michael Höller

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