Ferrari setzt auf "hässliche" Frontpartie

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Die Teamverantwortlichen hatten bereits vorgebaut, warnten die Fans, dass der neue Ferrari "keine Schönheit" werde.

Bei der Präsentation wurde es Gewissheit. Ferrari setzt bei seinem neuen Formel-1-Boliden auf einen mächtigen Nasenhöcker.

Die Scuderia umschreibt die durch das neue Reglement vorgebene Nase als "nicht gerade ästhetisch."

WM-Titel als Ziel

Der italienische Traditionsrennstall präsentierte seinen F2012 am Freitagvormittag nur im Internet, nachdem die feierliche Zeremonie wegen Schneefalls und bitterer Kälte in Maranello hatte abgesagt werden müssen.

"Er sieht total anders aus als in den vergangenen beiden Jahren", meinte der spanische Star-Pilot Fernando Alonso über den neuen Ferrari.

Die Zeilsetzung ist hoch: "Ich gehe mit der gleichen Hingabe wie in den letzten Saisons ins Jahr und bin überzeugt, dass wir toll abschneiden werden. Wir müssen immer optimistisch sein. Ich will um den WM-Titel kämpfen und Rennen gewinnen. Wir wollen oben stehen."

"Er sieht wirklich aggressiv aus"

Sein brasilianischer Teamkollege Felipe Massa fand positivere Worte.

"Er sieht wirklich aggressiv aus", sagte der Brasilianer, an dessen neuem Dienstwagen vor allem die Frontpartie mit einem starken Knick beim Übergang vom Chassis zur Spitze des Autos auffällt.

Konkurrent McLaren hatte sich hingegen für eine geschwungenen, eleganten Übergang entschieden. Die Briten hatten ihren neuen Boliden bereits am Mittwoch vorgestellt.

Welchen Weg geht Red Bull?

Welche Variante Titelverteidiger Red Bull mit dem deutschen Doppelweltmeister Sebastian Vettel gewählt hat, wird sich am Montag zeigen, wenn der neue RB8 ebenfalls via Internet präsentiert wird.

Auf der Strecke werden die 2012er-Boliden dann erstmals ab Dienstag bei den Testfahrten in Jerez de la Frontera zu sehen sein. Der erste WM-Lauf findet am 18. März in Melbourne statt.

"Das wird eine rote Saison"

Der Ferrari-Präsident formulierte in einer Videobotschaft schon einmal eine Kampfansage an die "Bullen" aus Österreich.

"Wir wollen zurück zum Top-Level. Wir wollen gewinnen. Das wird eine rote Saison", betonte Luca di Montezemolo, nachdem im Vorjahr für die Scuderia aus Maranello in der Fahrer-WM nur Platz vier durch Alonso herausgeschaut hatte.

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