Perfekte Vorstellung beschert Verstappen Rekord

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Max Verstappen ist seit Sonntag der jüngste Pilot der Formel-1-Geschichte, der WM-Punkte erobert hat.

Der Niederländer beendete den Grand Prix von Malaysia in Sepang im Alter von 17 Jahren und 180 Tagen auf Platz sieben und holte damit sechs Zähler.

Bisheriger Rekordhalter war der Russe Daniil Kwjat, der im Vorjahr als Noch-19-Jähriger in Australien ebenfalls im Toro Rosso Achter geworden war.

Auch ohne Führerschein schnell

"Ich habe das genossen. Ich bin sehr glücklich über meine ersten Punkte. Das ist ein großer Schub für das Team", betonte Verstappen und dankte seinem Rennstall für die "großartige Arbeit, die man nicht besser erledigen hätte können".

Als er im Vorjahr als Noch-16-Jähriger von Torro Rosso verpflichtet worden war, war noch eine heiße Diskussion über "Kinder" in der Motorsport-Königsklasse entbrannt.

Inzwischen hat der Sohn von Jos Verstappen, dem ehemaligen Teamkollegen des deutschen Rekordweltmeister Michael Schumacher, aber allen gezeigt, dass er zurecht in der Formel 1 fahren darf, auch wenn er noch keinen Führerschein besitzt.

Tost: "Ein großer Erfolg"

Beim Auftakt in Australien bremste ihn noch ein technischer Defekt. In Malaysia behielt Verstappen trotz 34 Grad Celsius einen kühlen Kopf und lieferte eine perfekte Vorstellung ab.

Unmittelbar hinter ihm landete sein Teamkollege Carlos Sainz jr. auf Platz acht und sprach sogar von einem "Mega-Tag".

"Eine Zwei-Stop-Strategie auf einem Kurs wie Sepang ist nie einfach, aber sie hat sich bezahlt gemacht", erklärte der nur von Platz 15 ins Rennen gestartete Spanier.

Teamchef Franz Tost war ebenfalls überglücklich. "Hier in Malaysia Siebenter und Achter zu werden, das ist ein großer Erfolg für das Team und die Fahrer, wenn man bedenkt, dass beide Ferrari, Mercedes und Williams ohne Probleme durchgekommen sind.

Das ist das beste Ergebnis, dass wir in so einem Fall erreichen können", sagte der 59-jährige Tiroler, dessen Rennstall nun in der Konstrukteurs-Wertung mit zwölf Zählern sogar einen Punkt vor dem großen Schwestern-Team liegt.

Red Bull Racing sehr enttäuscht

Dementsprechend enttäuscht war man beim ehemaligen Serien-Weltmeister Red Bull Racing, für den mit einer Runde Rückstand auf Sieger Sebastian Vettel nur die Ränge neun und zehn in Malaysia herausschauten.

"Das war heute das Maximum für uns. Es fehlt uns einiges an Geschwindigkeit", gestand Kwjat, der unmittelbar vor seinem australischen Teamkollegen Daniel Ricciardo ins Ziel gefahren war, mit Verweis auf die schwachen Renault-Motoren.

Historische McLaren-Pleite

"Um die Ränge neun und zehn zu kämpfen, das ist nicht, was wir wollen." Und Ricciardo sprach nach Platz zehn von einem "wirklich frustrierenden Rennen".

Noch schlimmer erging es McLaren, das seit heuer wieder mit Honda als Motoren-Partner kooperiert.

Sowohl Fernando Alonso, der den WM-Auftakt vor zwei Wochen in Australien wegen den Folgen einer Gehirnerschütterung verpasst hatte, als auch Jenson Button fielen aus, womit erstmals seit dem USA-Grand-Prix 2006 kein McLaren in die Wertung kam.

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