Hamilton crasht, Grosjean voran

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Hamilton crasht, Grosjean rast zur Bestzeit

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Der Franzose Romain Grosjean ist am zweiten Tag der Formel-1-Testfahrten in Jerez de la Frontera der Schnellste gewesen.

Der 26-jährige Lotus-Pilot war am Mittowch mehr als eine halbe Sekunde schneller als McLarens Jenson Button bei seiner Bestzeit am Vortag.

Einen weiteren Rückschlag setzte es für Mercedes: Neuzugang Lewis Hamilton krachte nach einem Bremsdefekt in die Reifenstapel und konnte nur einen Bruchteil seines geplanten Testprogramms abspulen.

Mercedes kämpft mit Defekten

Während der Großteil der Konkurrenz 80 und mehr Runden Daten sammelte, kam Hamilton am Vormittag nur auf deren 15.

Grund war ein Hydraulikproblem das zu einem Ausfall der Bremse rechts hinten geführt hatte.

Teamkollege Nico Rosberg hatte am Vortag wegen eines Elektronikschadens ebenfalls nur 14 Umläufe absolviert.

"Natürlich ist es besser, wenn wir diese kleinen Probleme lieber früher als später aus dem Weg räumen", meinte Hamilton. "Aber das Team arbeitet sehr hart daran."

"So etwas gehört dazu"

Beunruhigen lassen wollte sich der Ex-Weltmeister von den Kinderkrankheiten seines neuen Arbeitsgerätes nicht.

"Mein grundsätzliches Gefühl ist sehr positiv", betonte Hamilton. "Ich verstehe, wie das Auto funktioniert und wo es im Moment steht."

Der neue Mercedes-Motorsportchef Christian "Toto" Wolff und Team-Aufsichtsratschef Niki Lauda sollten sich noch keine zu großen Sorgen um den F1 W04 machen.

Hamilton: "So etwas gehört bei Testfahrten dazu."

Grosjean mit großem Vorsprung

In der wenig aussagekräftigen Zeitentabelle landete Hamilton auf Platz sechs - unmittelbar vor seinem McLaren-Nachfolger Sergio Perez.

Grosjean war fast acht Zehntelsekunden schneller als der zweitplatzierte Schotte Paul di Resta im Force India.

Red-Bull-Pilot Mark Webber fuhr hinter seinem australischen Landsmann Daniel Ricciardo im Toro Rosso auf Platz vier, spulte mit 101 Runden aber das größte Pensum ab.

Vettel steigt am Donnerstag ein

Nach zwei Tagen mit Webber am Steuer fährt am Donnerstag und Freitag erstmals Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel den neuen RB9 von Red Bull.

Technische Probleme wie bei Mercedes gab es bei den Bullen bisher nicht.

Webber klagte lediglich, dass sein neuer Bolide etwas untersteuere.

"Klopft auf Holz, wir haben nicht viele Testtage bis Melbourne", sagte der Routinier im Hinblick auf den WM-Auftakt am 17. März.

Alonso testet erst in Montmelo

Nach Jerez stehen von 22. bis 28. Februar und von 28. Februar bis 3. März noch zweimal viertägige Tests in Montmelo bei Barcelona auf dem Programm.

Dann steigt auch Vizeweltmeister Fernando Alonso im Ferrari ins Geschehen ein.

Bisher hat sich Vettels erster Herausforderer auf seine körperliche Vorbereitung konzentriert.

Teamkollege Felipe Massa fuhr am Mittwoch im neuen F138 auf Platz acht.

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