Treffen der Ex-Weltmeister in Spielberg

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Das Formel-1-Wochenende in Spielberg erlebt am Wochenende die Neuauflage eines legendären Stall-Duelles.

Kurz vor Rennstart kommt es am Sonntag (12.40 Uhr) zur im Vorjahr vom Publikum begeistert aufgenommenen Legendenparade. 2015 sind die Turbo-Boliden der 1980er-Jahre an der Reihe. Niki Lauda trifft dabei unter anderen auf seinen früheren McLaren-Rivalen Alain Prost.

"Ich werde wieder versuchen, dass ich ihn erwische um einen halben Punkt", sagte Lauda in Anlehnung an seinen dritten Weltmeistertitel 1984.

"Ich wäre niemals Weltmeister geworden"

Schlüsselrennen in jenem Jahr war der Österreich-GP in Spielberg, in dem Lauda nach einem Ausfall von Prost den bis dato einzigen Heimsieg gefeiert hatte - obwohl sich das Getriebe seines McLaren MP4 weitgehend verabschiedet hatte.

Der zweitplatzierte Nelson Piquet attackierte Lauda wegen eines Irrtums nicht. Auch der Brasilianer fährt am Wochenende bei der Legendenparade in Spielberg.

"Da werde ich mich noch einmal bei ihm bedanken, dass er mich damals nicht angegriffen hat, weil er geglaubt hat, ich spiele mit ihm", erklärte Lauda. "Und das ohne Getriebe! Ich wäre niemals Weltmeister geworden ohne diesen Sieg."

Treffen der Ex-Weltmeister

Lauda fährt in Spielberg sein Weltmeister-Auto von 1984, Prost den McLaren MP4/2b von 1985 und Piquet jenen Brabham BT52, mit dem er 1983 seinen zweiten WM-Titel geholt hatte.

"Da gibt es dann Weltmeister ohne Ende", sagte Lauda voller Vorfreude. "Prost ist viermal, ich bin dreimal, der Piquet ist dreimal. Das sind dann schon zehn Weltmeisterschaften, die dort herumfahren, das finde ich gut."

Dazu kommen mit Gerhard Berger im Ferrari F1 87/88c, mit dem er 1988 nur einen Monat nach dem Tod von Firmengründer Enzo Ferrari in Monza triumphiert hatte, Riccardo Patrese, Pierluigi Martini, Christian Danner und Jean Alesi weitere Legenden der 1980er Jahre.

"Damals Turbo, heute Turbo, das passt für mich zusammen", meinte Lauda. Wenngleich die Kraft der damaligen Boliden im Vergleich zu den aktuellen Autos noch deutlich unmittelbarer spürbar war.

"Das ist unsere Welt"

"Das ist unsere Welt, unsere Zeit, in die wir dank Red Bull wieder eintauchen können", freute sich Berger. Der Rennveranstalter hat die alten Autos wieder fahrtüchtig machen lassen. Begutachten können sie die Fans schon im Vorfeld im F1-Village und bei der Generalprobe für die Parade am Samstagabend (18.30 Uhr).

"Für mich bringt es natürlich positive Erinnerungen hoch", erklärte Lauda. Das Verhältnis zu Prost sei trotz der Härte, mit der sie Mitte der 80er Jahre gegeneinander gekämpft hatten, mittlerweile gut.

"Von damals ist alles weg, es ist nur das Positive übrig geblieben", versicherte Lauda. Dass er gegen den Franzosen auf der Strecke nicht alt aussehen will, versteht sich aber von selbst.

Fahrer

Auto

aus Jahr

Nelson Piquet (BRA)

Brabham BT52

1983

Niki Lauda (AUT)

McLaren MP4

1984

Riccardo Patrese (ITA)

Renault RE50-03

1984

Alain Prost (FRA)

McLaren MP4/2b

1985

Pierluigi Martini (ITA)

Minardi M186-01

1986

Christian Danner (GER)

Zakspeed 871/03

1987

Gerhard Berger (AUT)

Ferrari F1-87/88

1988

Jean Alesi (FRA)

Sauber C14

1995

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