Schumacher tippt im WM-Kampf auf Landsmann Vettel

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Rekordweltmeister Michael Schumacher wird auch nach dem Umbau der Mercedes-Führung kein Amt beim deutschen Formel-1-Werksteam übernehmen.

Das bestätigte der 44-Jährige, der seine Karriere mit Ende der vergangenen Saison endgültig beendet hat, am Montag vor dem Saisonstart am Wochenende in Melbourne auf seiner Internetseite.

Auch eine Rolle als TV-Experte ist für ihn kein Thema.

"Mercedes nach wie vor eng verbunden"

"Dem Mercedes Formel-1-Team bin ich natürlich nach wie vor eng verbunden, allerdings nicht in einer konkreten Funktion und nicht vor Ort - meistens wahrscheinlich vom Sofa aus", erklärte Schumacher.

Der deutsche Autobauer hat sich im Winter neu aufgestellt. Mit dem Wiener Toto Wolff ist ein Österreicher als Motorsportchef Nachfolger von Schumachers langjährigem Weggefährten Norbert Haug.

Dazu fungiert Ex-Weltmeister Niki Lauda als Aufsichtsratschef des Teams.

"Bald die Früchte ernten"

"Ich hoffe, dass wir die Früchte der Arbeit aus den vergangenen Jahren bald ernten können", sagte Schumacher, der nach seinem Comeback von 2010 bis 2012 für die Silberpfeile gefahren war.

Dabei schaute für den Altmeister lediglich ein Podestplatz im Vorjahr in Valencia heraus.

Als seinen Nachfolger holte Mercedes Lewis Hamilton von McLaren.

Schumacher sprach von einer "verbesserten Infrastruktur", mit der mehr möglich sein könne - auch vor dem Hintergrund eines neuen Motorenreglements für 2014.

Neue Projekte in Planung

Der siebenfache Champion selbst hat vorerst aber mit dem Grand-Prix-Zirkus abgeschlossen.

"Ich genieße mein derzeitiges Leben in vollen Zügen: einfach mal frei von Verpflichtungen sein und die Zeit mit meiner Familie verbringen", erzählte Schumacher.

Zudem plane er neue Projekte und definiere die weitere Zusammenarbeit mit seinen Partnern. "Ich bin auf eine sehr positive Weise sehr beschäftigt."

60 Prozent der Deutschen glauben derzeit nicht, dass Schumacher der Königsklasse fehlen werde. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa.

Schumacher tippt auf Vettel

Eine Rolle als TV-Experte, wie sie viele Ex-Piloten innehaben, hatte der 91-fache Grand-Prix-Sieger am Wochenende bereits in einem Zeitungsinterview ausgeschlossen.

Schumacher geht wenige Tage vor dem Start am Sonntag in Australien aber von einer spannenden WM aus. "Meiner Meinung nach wird alles sehr eng zugehen", sagte der Deutsche.

"Es gibt viele gute Jungs da im Starterfeld." Neben seinem Ex-Team Mercedes drückt er vor allem Landsmann Sebastian Vettel im Red Bull die Daumen.

Schumacher: "Angesichts der konstanten Leistung auch seines Teams würde ich wahrscheinlich auf ihn tippen."

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