Renault-Boss Ghosn bestätigt Trennung von Red Bull

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Was sich bereits über mehrere Wochen ankündigt hatte, ist nun Gewissheit: Red Bull Racing und Toro Rosso trennen sich mit Jahresende von Renault als Motorenpartner in der Formel 1.

Anfang des Monats berichtete "Autosport" über die eingereichte Auflösung des Vertrages, der noch bis Ende 2016 gelaufen wäre. Am Dienstag bestätigt Renault-Geschäftsführer Carlos Ghosn, dass das Ende der Zusammenarbeit besiegelt ist.

Es sei beschlossene Sache, dass Renault ab 2016 "nicht mehr als Motorenlieferant in der Formel 1 auftreten wird", so der 61-Jährige auf der IAA in Frankfurt.

Keine Eile bei Zukunfts-Entscheidungen

Aufgrund der Vertragslänge bis Ende 2016 werde derzeit noch an Details verhandelt, um die Partnerschaft vorzeitig aufzulösen.

Dass damit die Zeit von Renault in der Königsklasse abgelaufen ist, sei damit nicht besiegelt. "Entweder wir bringen unser eigenes Team an den Start - oder wir steigen aus", erklärt der gebürtige Brasilianer die beiden zur Verfügung stehenden Optionen für sein Unternehmen.

Als möglich gilt, dass Renault das finanziell schwer angeschlagene Lotus-Team übernimmt. Diesbezügliche Gerüchte will Ghosn aber nicht direkt kommentieren.

Nur bei Kritik werde man erwähnt

Man wäge derzeit alle Vor- und Nachteile ab: "Die Gespräche werden noch andauern." Eile habe man dabei keine.

Zum Scheitern der einstigen Erfolgs-Ära mit den Red-Bull-Teams meint er: "Für uns ist klar: Wenn du Motoren lieferst, wirst du nicht erwähnt. Aber falls du Probleme hast, wirst du kritisiert."

Wie es für die beiden Rennställe weitergeht, ist ebenfalls noch offen. Nachdem Mercedes sich aber dagegen entschieden hat, die Teams mit Antrieben auszustatten, bleibt wohl nur noch ein Deal mit Ferrari.

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