Valtteri Bottas ist zurück auf dem Treppchen

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Er gehörte zu den großen Überraschungen des Vorjahres, doch 2015 war bislang noch nicht die Saison des Valtteri Bottas.

Gleich zu Beginn zwang ihn ein Bandscheibenriss zum Auslassen des Australien-GPs, danach zeigte er zwar mit den Rängen fünf, sechs und zweimal vier konstant gute Leistungen, konnte aber noch nicht an seine sechs Podiumsplätze der letzten Saison anknüpfen.

Zuletzt hagelte es mit Rang 14 in Monaco sogar die schlechteste Platzierung für den Finnen seit dem Großen Preis von Abu Dhabi 2013 (Rang 15) – nimmt man seinen Ausfall in Monaco 2014 einmal aus, die Strecke im Fürstentum scheint dem Finnen einfach nicht zu liegen.

Abwechslung

Doch der 25-Jährige blieb immer optimistisch und wurde schließlich in Kanada für seine Mühen belohnt: Im siebenten Saisonrennen fuhr er seinen ersten Stockerlplatz ein, der gleichzeitig auch der erste seines Teams im Jahr 2015 war.

Zudem gelang dank ihm heuer zum ersten Mal einem anderen Team als Mercedes oder Ferrari der Sprung auf das Treppchen.

Derselbe Fehler

Dabei profitierte Bottas, der von Rang vier gestartet war, ausgerechnet von einem Fehler seines Landsmannes Kimi Räikkönen, der mit Rang vier Vorlieb nehmen musste.

Der Ferrari-Pilot leistete sich genau denselben Fehler wie ein Jahr zuvor und drehte sich in einer Spitzkehre. "Es ist genau das Gleiche passiert wie im letzten Jahr", erkannte der Iceman auch sofort.

Dies half ihm allerdings nichts mehr, denn damit machte er den Weg frei für Bottas siebenten Karriere-Podestplatz.

"Sehr glücklich"

Neunmal schaffte es ein Williams im vergangenen Jahr aufs Podest, heuer hingegen verlief die Saison noch nicht richtig nach Wunsch. Das Erfolgserlebnis kommt wohl genau zur rechten Zeit, wenn auch ein wenig Glück dabei war.

"Ich bin sehr glücklich und ein sehr stolzes Mitglied dieses Teams, denn es war ein großartiges Teamwork. Kimis Fehler hat uns ermöglicht, einen Platz nach vorne zu kommen, aber wir hatten auch eine tolle Strategie", machte Bottas, den die Gerüchteküche vor Kurzem mit Ferrari in Verbindung brachte, deutlich, dass er den Podestplatz vor allem auch seinem Team zu verdanken hatte.

Nach vorne schauen

"Wir brauchten diesen Sieg dringend für das Selbstvertrauen, jetzt wissen wir wieder, dass wir ein Top-Team sind und um das Podium kämpfen können", freute sich Bottas und erklärte Rang drei auch mit einem Entwicklungs-Fortschritt. "Wir hatten ein neues Package für Montreal, das uns weiter nach vorne gebracht hat."

Weitere Motivation dürfte ihm auch die Aussicht auf den Österreich-GP in zwei Wochen geben.

Immerhin war es vor einem Jahr die Strecke in Spielberg, auf der er seinen allerersten Podestplatz einfahren konnte…

 

Henriette Werner

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