Mercedes wartet auf Lotus

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Mercedes wartet auf Entscheidung bei Lotus

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Der deutsche Autobauer Mercedes wird sein Engagement im kommenden Jahr als Antriebspartner für andere Formel-1-Teams auch von der Zukunft des jetzigen Partners Lotus mitabhängig machen.

Das Privatteam bekommt die sogenannte Power Unit seit dieser Saison von Mercedes.

Wegen anhaltender finanzieller Schwierigkeiten steht der Rennstall aber vor dem Verkauf, der französische Hersteller Renault erwägt neben einem Komplett-Ausstieg auch den Kauf und damit die Rückkehr mit einem Werksteam.

Wolff will keine Zwei-Klassen-Gesellschaft

"Wir haben immer unabhängige Teams unterstützt, also werden wir auch schauen, was mit Lotus und Renault passiert und wie die Situation, wen wir unterstützen, nächstes Jahr aussieht", sagte Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff vor dem Großen Preis von Singapur.

Momentan tritt Mercedes mit dem eigenen Werksteam an und rüstet neben Lotus auch noch Force India und Williams aus. Einer möglichen Partnerschaft mit Formel-1-Teamrivale Red Bull haben die Schwaben ein "Nein" erteilt.

Teams mit Antrieben auszustatten bringt einem Hersteller nicht nur weitere Informationen, sondern auch Geld. Die mögliche Variante, manchen Teams aus Kostengründen ein Jahr alte Motoren zu liefern, begrüßt Wolff aus persönlicher Sicht zwar nicht.

"Man will keine Zwei-Klassen-Gesellschaft haben", sagte er. Andererseits ermögliche man anderen Teams damit eine Wahl, womöglich überhaupt teilnehmen zu können.

Red-Bull-Zukunft offen

Red Bull hat nach der Trennung mit Saisonende von Motorpartner Renault am Freitag beim Training für den Singapur-Grand-Prix unmissverständlich mit dem Ausstieg beider Teams gedroht.

"Wenn es keinen konkurrenzfähigen Motor für uns gibt, dann gibt es Red Bull nicht mehr in der Formel 1", sagte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko.

Demnach sei Ferrari die einzige verbleibende Option als Red Bulls Motorenausrüster für 2016. Marko: "Aber eine B-Version kommt für uns nicht infrage."

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