Ecclestone warnt: 2015 nur noch 14 Autos am Start?

Aufmacherbild
 

Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone hat vor einem weiter dezimierten Starterfeld für 2015 gewarnt.

"Es könnte bis auf 14 runtergehen. Wenn wir zwei weitere Teams verlieren, dann wird genau das passieren", sagte der Brite am Freitag "Sky Sports".

Auf die Frage, ob die Formel 1 kleine Teams brauche, antwortete der 84-Jährige: "Wir brauchen sie, wenn sie eine anständige Leistung abliefern und nicht mit dem Klingelbeutel herumgehen."

Käufer für Caterham?

Caterham und Marussia hatten unlängst Insolvenzantrag gestellt. Beide Teams fehlen daher in den USA und werden voraussichtlich auch das nächste Rennen in Brasilien verpassen. In Austin sind nur noch 18 Autos am Start. So wenige wie zuletzt 2005 in Monaco.

Nach Angaben des Insolvenzverwalters von Caterham gibt es unterdessen Kaufinteressenten für das Team.

Man führe weiter mit einer geraumen Zahl von potenziellen Kandidaten Gespräche, hieß es. Die Strategie des Insolvenzverwalters ist es den Angaben zufolge, einen Käufer zu finden, der dem Team eine Rückkehr zum Saisonfinale am 23. November in Abu Dhabi ermöglicht.

Kaltenborn fordert Umdenken

Falls dies nicht klappt, solle ein Investor gewonnen werden, der die Teilnahme an der Saison 2015 sicherstellt.

Saubers österreichische Teamchefin Monisha Kaltenborn hat sich indes in Austin gegenüber "Sky" dezidiert zu den finanziellen Schwierigkeiten vieler Formel-1-Teams geäußert.

Die gebürtige Wienerin hat dabei einmal mehr ein Umdenken bei der Verteilung der Einnahmen gefordert.

"Wir setzen mit diesem Sport Milliarden von Dollar um und haben es nicht geschafft, elf Teams am Leben zu erhalten", sagte die Österreicherin und nahm damit Bezug auf das Fernbleiben der insolventen Teams Marussia und Caterham am Grand Prix der USA in Texas.

"Es muss ein Umdenken eintreten. Wir müssen schauen, dass die Einnahmen, die bei weitem ausreichen, so verteilt werden, dass man existieren kann - auch als Privatteam." Ein anderer wichtiger Ansatz sei die Einführung einer Kostenbremse.

Sauber auf Pay-Driver angewiesen

Angesprochen auf die mögliche künftige Fahrer-Paarung bei Sauber meinte Kaltenborn: "Es ist leider so, dass wir auch Fahrer als Einnahmequelle sehen müssen."

Allerdings gelte dies nicht nur für den Hinwiler Rennstall, sondern für viele Teams. "Dies sollte nicht sein bei den Umsätzen, die wir alle zusammen generieren."

Als Kandidaten bei Sauber für 2015 werden unter anderen der derzeitige niederländische Ersatzfahrer Giedo van der Garde sowie der Schwede Marcus Ericsson, der für Caterham bisher 16 Grand-Prix-Rennen absolviert hat, gehandelt.

Beide würden dank Sponsoren neben ihrem fahrerischen Können auch eine beträchtliche finanzielle Mitgift mitbringen.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen