Ecclestone fühlt sich schlecht informiert

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Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone hat sich indirekt für die geplante Durchführung des Grand Prix von Bahrain trotz anhaltender Unruhen im Inselstaat entschuldigt.

Das berichtete die deutsche Tageszeitung "Die Welt" am Donnerstag in ihrer Online-Ausgabe. Demnach habe der Chefvermarkter einen Brief an mehrere humanitäre Einrichtungen in Bahrain geschrieben.

"Eine große Schande"

Ecclestone will laut eigenen Angaben nicht ausreichend über die politisch brisante Situation im Königreich im Persischen Golf informiert gewesen sein.

"Es ist eine große Schande, dass ich davon nicht schon vor September 2012 erfahren habe, als der Formel-1-Kalender erstellt wurde. Jetzt ist es zu spät, noch Änderungen an dem Kalender vorzunehmen", zitierte "welt.de" aus seinem Schreiben.

Bisher hatten die politischen Auseinandersetzungen in Bahrain für Ecclestone keine besonders große Rolle gespielt, obwohl sie seit Beginn des Arabischen Frühlings im Februar 2011 kein Ende genommen haben.

Britische Politiker wollten Absage

Die Proteste der schiitischen Bevölkerungsmehrheit des Landes richten sich gegen das sunnitische Königshaus. Die Opposition fordert Reformen, Demokratie und die Freilassung von politischen Gefangenen.

2011 hatte der Grand Prix nach zweimaliger Ansetzung nicht stattgefunden. Im vergangenen Jahr hatte es erneut scharfe Kritik an der Durchführung gegeben, es wurde aber gefahren.

Britische Politiker versuchten Ecclestone diese Woche erneut vergeblich zu einer kurzfristigen Absage zu bewegen. Die Februar-14-Koalition will in Bahrain rund um das GP-Wochenende Protestmärsche starten und versuchen, Straßen zu blockieren.

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