De Villota büßt rechtes Augenlicht ein

Aufmacherbild
 

Die bei Testfahrten verunglückte Marussia-Pilotin Maria de Villota wird wohl nie wieder in einen Formel-1-Boliden steigen.

Wie ihr Team am Mittwoch bekanntgibt, musste in der Nacht im Zuge einer stundenlangen Not-Operation ihr rechtes Auge amputiert werden.

"Mit großem Bedauern muss ich berichten, dass Maria aufgrund der Verletzungen ihr rechtes Auge verloren hat", wird Teamchef John Booth in einer Aussendung zitiert.

Kritisch, aber stabil

Den aktuellen Zustand der 32-jährigen Spanierin beschreibt ihr Rennstall als "kritisch, aber stabil". Über den Berg ist de Villota damit wohl noch lange nicht, obwohl es Mittwochmorgen erste Berichte über eine Verbesserung ihrer Gesundheit gab.

"Maria kam diesen Morgen nach einer langen Operation ihrer ernsten Kopf- und Gesichtsverletzungen aus dem OP-Saal des Addenbrookes Hospital", sagt Booth. Auch ein Schädelbruch soll laut spanischen Medien in der Nacht operiert worden sein.

"Wir sind dankbar für die medizinische Fürsorge, die Maria bekommt. Ihre Familie möchte sich hiermit bei den neurologischen und plastischen Ärzte-Teams bedanken", so der Brite weiter.

Unfallhergang noch ungeklärt

Der Unfall hatte sich zu Beginn des Testtages auf dem Flugfeld im englischen Duxford ereignet. Die 32-Jährige habe sich dabei "lebensbedrohliche Verletzungen" an Kopf und Gesicht zugezogen, hatten Rettungsdienste zunächst bestätigt.

De Villota war auf dem Rückweg zur Box mit dem Auto gegen die Laderampe des Lasters gefahren. Augenzeugen zufolge hatten kurz vor dem Crash die Hinterreifen des Rennwagens blockiert. De Villota verlor daraufhin anscheinend auf gerader Strecke die Kontrolle über das Fahrzeug, das unerwartet noch einmal beschleunigte.

"In Bezug auf den Unfall haben wir mit einer sehr eingehenden Analyse begonnen, was genau passiert ist und wir arbeiten derzeit weiter daran", erklärt Teamchef Booth.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen