Alonso will die Aufholjagd von Hamilton stoppen

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In den Straßen von Singapur will Fernando Alonso die Aufholjagd von Lewis Hamilton stoppen.

Der britische Weltmeister von 2008 hat mit seinen Triumphen in Monza und Budapest den Rückstand in der WM-Wertung auf den spanischen Ferrari-Star auf 37 Punkte reduziert.

Beim Nachtrennen in Singapur am Sonntag (14.00 Uhr) will Alonso erstmals seit dem Deutschland-GP im Juli wieder triumphieren.

Titelverteidiger und Vorjahressieger Sebastian Vettel hofft, dass Red Bull Racing die Probleme mit der Lichtmaschine in den Griff bekommen hat.

McLaren gibt den Ton an

McLaren hat seit der Sommerpause das Tempo in der Formel 1 vorgegeben. Zwischen Hamilton in Monza und auf dem Hungaroring gewann sein Teamkollege Jenson Button in Spa-Franchorchamps.

"McLaren ist auch in dieser Woche der Favorit, aber wir müssen ihre Dominanz stoppen", erklärte Alonso.

Nicht nur ein Zweikampf

Allerdings warnt der Spanier, das WM-Rennen vor den ausstehenden sieben GP's nur als Zweikampf zu sehen. Hinter Alonso (179) und nur knapp hinter Hamilton (142) lauern immerhin mit dem Finnen Kimi Räikkönen (141/Lotus) und Vettel (140) zwei weitere Ex-Weltmeister.

Auch der zweite Red Bull-Pilot Mark Webber (132) ist noch nicht aus dem Rennen.

"Es gibt noch immer fünf oder sechs Fahrer, die um den Titel fahren. Es ist schwer, sich gleichzeitig auf fünf andere Fahrer zu konzentrieren, mit all ihren Strategien und Boxenstopps. Daher ist es am besten, auf den ersten Verfolger zu schauen und das ist im Moment Lewis", erklärte Alonso vor einem der Highlights der Saison.

Körperlich anstrengend

Auf dem Marina Bay Street Circuit wird heuer zum fünften Mal gefahren. Das Rennen auf dem 5,073 km langen Stadtkurs mit seinen 23 Kurven ist mit fast zwei Stunden Fahrzeit eines der längsten der Saison, nach Monaco aber auch das zweitlangsamste.

Tropische Hitze und die ungewohnte Arbeitszeit (20:00 Uhr Lokalzeit) verlangt den Fahrern zusätzlich alles ab.

Kampfansage von Hamilton

"Ich habe schon geschwitzt, nur als ich im Fahreranzug das Auto gefahren bin", sagte Hamilton, der eine Kampfansage Richtung Ferrari abgab.

"Fernando war in dieser Saison unglaublich konstant. Aber wenn wir für den Rest der Saison weiter die schnellsten Boxenstopps machen, das schnellste Auto haben und die konstantesten Fahrer, dann sollte es möglich sein, den Titel zu gewinnen", meinte der Brite.

McLaren geht jedenfalls auf den vierten Sieg in Folge los, was dem Team zuletzt 2005 gelungen ist.

Vettel hegt Zweifel

Vorjahresdominator Vettel hat heuer erst ein Rennen gewonnen, zweimal haben ihn technische Defekte aus dem Rennen geworfen. Vor dem Saisonendspurt hofft der Deutsche, dass sein Team die Probleme an der Lichtmaschine behoben hat.

Allerdings hegt er auch Zweifel, denn der Grund für die beiden technischen Defekte seien weiterhin nicht vollständig klar, ließ der Weltmeister durchblicken.

"Wir haben ein paar Ideen, es sollte also besser werden", meinte Vettel. Motorenpartner Renault hatte versprochen, das Problem zu beseitigen. "Konstanz ist das wichtigste. Unser Auto war immer gut für die Top 5", sagte Vettel.

Vor dem Start des GP wird am Sonntag des kürzlich verstorbenen Formel-1-Arztes Sid Watkins mit einer Applaus-Minute gedacht.

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