PS-Teenies am Weg in die Formel 1

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Noch sind diese Motorsport-Talente nur Insidern ein Begriff, doch schon bald könnte der eine oder andere von ihnen in der Formel 1 landen.

Längst haben sich Teams oder F1-nahe Manager die Dienste dieser Top-Junioren gesichert. Denn: Die Piloten werden bei ihrem Einstieg in die Formel 1 immer jünger.

Sebastian Vettel, Jaime Alguersuari und Fernando Alonso etwa waren bei ihren Debüts noch nicht einmal 20 Jahre alt, Lewis Hamilton, Jenson Button und Sebastien Buemi nur unwesentlich älter.

Doch wer sind die nächsten PS-Teenies, die in die Formel 1 drängen?

LAOLA1 präsentiert die fünf größten Nachwuchs-Hoffnungen unter 20 Jahren:

Kevin Korjus (18/EST)

Gesamtsieg in der Formel Renault 2.0 im Vorjahr, Sieg im zweiten Rennen in der "großen" Formel Renault 3.5, in der Meisterschaft letztlich Sechster. Korjus ist mit erst 18 Jahren seiner Zeit voraus. In diesem Alter fahren die meisten Piloten erst in den Formel-3-Serien, die eine Stufe unter der Formel Renault 3.5 anzusiedeln sind.

Gebunden ist der Este seit dieser Saison an die Motorsport-Management-Firma von Renault-Boss Eric Boullier, Gravity Management. Bei den Young Driver Tests in Abu Dhabi darf er für Lotus-Renault erstmals hinter das Steuer eines F1-Boliden. Für 2011 buhlen diverse Formel-Renault- und GP3-Teams um den 18-Jährigen.

Carlos Sainz jr. (17/ESP)

Sein legendärer Name dürfte dem Sohn des zweifachen Rallye-Weltmeisters und Dakar-Siegers sicherlich einige Türen geöffnet haben. Im Gegensatz zu so manch anderem Rennfahrer-Sohn konnte Sainz sein Talent auf der Strecke aber schon mehrfach unter Beweis stellen. Red Bull schlug zu und verpflichtete den Spanier vor zwei Jahren direkt aus dem Kart-Sport für das von Dr. Marko geführte Nachwuchs-Programm.

Seither durfte er sich in der Formel BMW und der Formel Renault 2.0 beweisen, wo er heuer den Northern European Cup gewann. 2012 schickt Marko Sainz in die britische Formel 3 zu Nachwuchs-Guru Trevor Carlin. Exakt den selben Weg beschritten vor ihm schon die F1-Piloten Jaime Alguersuari und Daniel Ricciardo. In der „Erbfolge“ von Red Bull liegt Sainz derzeit hinter Ricciardo und Jean-Eric Vergne derzeit an der dritten Stelle. Bei den Young Driver Tests kommt er vorerst noch nicht zum Zug.

Kevin Magnussen (18/DEN)

Der Sohn von Ex-F1-Pilot Jan (25 GP-Starts) ist seit vier Jahren in den Formel-Serien unterwegs. 2008 Meister in der dänischen Formel Ford, bestritt er seither Events der Formel Renault 2.0, der deutschen und britischen Formel 3 sowie der EuroSerie und feierte überall Renn-Siege. Heuer musste sich der Däne in der Gesamtwertung der britischen F3 nur Felipe Nasr (siehe unten) geschlagen geben.

Die Rechte an dem talentierten Dänen sicherte sich McLaren, das Magnussen in sein „Young Driver Programme“ aufnahm. Mitte Oktober testete er für die „Formel Renault 3.5“, erzielte sofort Bestzeit und unterschrieb in dieser Serie für 2012 bei Carlin Motorsport, für das er heuer bereits auf der Insel fuhr.

Felipe Nasr (19/BRA)

Der Brasilianer gilt als eines der größten Talente Südamerikas. Er gewann 2009 im Alter von nur 17 Jahren die europäische Formel BMW und triumphierte heuer in der prestigeträchtigen britischen Formel 3. Damit hat er bereits die erste Gemeinsamkeit mit seinen Landsleuten Rubens Barrichello und Ayrton Senna, die auf ihrem Weg in die Formel 1 ebenfalls den britischen F3-Titel gewannen.

Kontakte ins F1-Umfeld hat der Brasilianer bereits: Er fuhr 2010 für das F3-Team von Kimi Räikkönen und steht seither bei dessen Manager Steve Robertson unter Vertrag.

Richie Stanaway (19/NZL)

Nach F1-Weltmeister Denny Hulme und den IndyCar-Assen Scott Dixon und Ryan Briscoe hat Neuseeland wieder ein Top-Talent im Anmarsch. Formel Ford, ADAC Formel Masters, deutsche Formel 3 – überall konnte Stanaway Titel einfahren. In Spa debütierte er heuer in der GP3 und gewann prompt in seinem zweiten Rennen. Auch in den Tourenwagen-Sport schnupperte Stanaway vor kurzem: BMW ließ ihn einen der DTM-Boliden für 2012 testen.

Vertraglich ist der Neuseeländer bereits vergeben. Er unterzeichnete heuer einen Vertrag, der ihn 15 Jahre lang an Gravity Management, die Firma von Renault-Teamchef Eric Boullier, bindet.

Michael Höller

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