Diese sechs Talente wollen mit Red Bull in die F1

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Sie sollen die Sebastian Vettels von morgen werden: Die Burschen aus dem Red Bull Junior Team.

Sechs Talente zwischen 15 und 22 Jahren umfasst die von Dr. Helmut Marko selektierte Equipe in der neuen Motorsport-Saison.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich viel verändert: Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne haben bei Toro Rosso den Sprung in die Formel 1 geschafft.

Für das Junior Team sicherte sich Red Bull im Gegenzug die Dienste von drei jungen Talenten und einem etwas erfahreneren Schotten.

Alex Albon (Jahrgang 1996), Callan O'Keeffe (1996), Stefan Wackerbauer (1995) und Lewis Williamson (1989) heißen die neuen Hoffnungen. Carlos Sainz jun. und Daniil Kvyat, seit 2010 bei Red Bull, komplettieren den sechsköpfigen Kader für die neue Motorsport-Saison (siehe Diashow unten).

Sainz als neues Aushängeschild

Große Hoffnungen ruhen auf Sainz. Der Sohn der gleichnamigen Rallye-Legende tritt erstmals in der britischen Formel 3 an und begibt sich damit in große Fußstapfen.

Mit Jaime Alguersuari (2008), Daniel Ricciardo (2009) und Jean-Eric Vergne (2010) gewann Red Bull die Serie bereits drei Mal. "Sie haben aber alle erst im zweiten Jahr in der Formel 3 gewonnen", schränkt Sainz im Gespräch mit LAOLA1 ein.

"Ich habe keine klare Zielvorgabe bekommen. Natürlich ist der Anspruch eines jeden Red-Bull-Teams, zu gewinnen. Und als Rennfahrer will man immer um Meisterschaften kämpfen. Für mich ist das aber kein extra Druck", sagt der Spanier.

Deutscher Vettel-Nachfolger?

Druck verspürt auch der erst 16-jährige Neuzugang Wackerbauer nicht. Der stolze Bayer (trägt die Landesflagge prominent auf seinem Helm) freut sich auf die neuen Herausforderungen der Formel Renault.

"Ich versuche natürlich so viel wie möglich zu lernen, damit ich mich von Anfang an so gut wie möglich verkaufen kann. Wir hatten ja schon ein Rennen in Monza, das recht positiv verlaufen ist."

Die hohen Ansprüche an einen Red Bull Junior sind Wackerbauer klar: "Da werden natürlich immer Topresultate erwartet, sie geben uns aber auch die besten Möglichkeiten, die die wenigsten in unserem Alter bekommen."

Zwei Standbeine

Die Schule soll für die Nachwuchshoffnung aber nicht zu kurz kommen: "Ich gehe ins Gymnasium, besuche die zehnte Klasse und will auch mein Abitur machen."

"Man weiß ja nie, was passiert – speziell im Motorsport. Es ist immer besser, wenn man ein zweites Standbein hat", ist Wackerbauer schon in seinem zarten Alter knallharter Realist.

Nie mehr Schule

Sainz hingegen wird in dieser Saison den Sprung zum Profi schaffen. Im Juni ist er mit seiner schulischen Ausbildung fertig.

"Wenn die Schule vorbei ist, hat man viel mehr Zeit für Motorsport. Dann wird die Trainingsfrequenz erhöht, ich werde öfter im Simulator sitzen und auch öfter in Milton Keynes bei den F1-Jungs sein", freut sich der 17-Jährige.

Sportlich steht der Spanier ohnehin bestens da: Nach den ersten sechs Rennen der britischen Formel 3 hat er nach zwei Siegen die Führung inne. "Ich bin ganz zufrieden. Beide Wochenenden sind positiv verlaufen", bleibt er bescheiden.

"Noch drei Jahre vor mir"

Am Ende der Saison winkt für den oder die besten Red Bull Junioren wieder einer der begehrten Plätze bei den "Young Driver Tests".

Sainz ist ein logischer Kandidat. "Natürlich ist es mein großer Traum, in einem F1-Auto Platz zu nehmen. Ich würde mich freuen, aber darüber haben wir bislang noch nicht gesprochen", meint der Spanier trocken.

Noch ist die Formel 1 für den 17-Jährigen aber in weiter Ferne. "Ich bin auch noch zu jung um über die Formel 1 nachzudenken. Ich habe sicher noch mindestens drei Jahre vor mir, bevor es so weit ist. Falls ich überhaupt so weit kommen sollte. Ich gehe das Ganze Schritt für Schritt an."

Michael Höller

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