"Crazy Canuck" fliegt erste Bestzeit der Saison

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Dabei sah es nach dem ersten von zwei Qualifying-Flügen gar nicht gut aus für den steirischen Ex-Weltmeister, nachdem er eine Pylone berührt hatte.

„Ich habe den Wind falsch berechnet, aber das soll keine Ausrede sein. Es war mein Fehler!“

Dem Druck standgehalten

Im zweiten Quali-Heat machte es Arch deutlich besser – und das obwohl er aus Angst vor einem weiteren Fehler, der den letzten Platz bedeutet hätte, auf Nummer sicher ging.

Entsprechend zuversichtlich ist er für das Rennen am Samstag (LIVE ab 13 Uhr auf ServusTV). „Ich habe bewiesen, dass ich wieder zu den Schnellsten gehöre.“

Die Zielsetzung für das erste Rennen der Saison und also die erste Standortbestimmung ist für Arch das Erreichen der Top-4. „Im Finale ist dann sowieso alles möglich.“

Noch ein Ass im Ärmel

Um bis ins Finale zu kommen, muss Arch zunächst den Japaner Yoshihide Muroya bezwingen.

In der zweiten Runde kämpfen die sechs Sieger der K.o.-Duelle plus die zwei zeitschnellsten Verlierer um die vier Finalplätze.

Die Karten, sagt Arch, werden am Samstag neu gemischt. Wer den Steirer kennt, der weiß, dass er für den Renntag sicher noch ein Ass im Ärmel hat.

 

Aus Abu Dhabi berichtet Stephan Schwabl

Schon zwei Stunden vor dem Rennen war auf der Brücke hinter dem Racetrack kein Platz mehr zu ergattern.

Die Fans des Red Bull Air Race hatten für das große Comeback nach mehr als drei Jahren Pause sich und ihre Fotoapparate, Camcorder oder Handys in Position gebracht.

Dahinter kam der Verkehr zum Erliegen. Ferrarifahrer, Porschefahrer, Bentleyfahrer SUV-Fahrer – sie alle wollten zumindest einen kurzen Blick auf die wagemutigen Piloten werfen.

Auch die Tribüne und der Public Beach an der Corniche Road waren schon am Qualifying-Tag sehr gut besucht – und die Fans wurden nicht enttäuscht.

Youngster mit Rückenwind

Denn die zwölf Piloten lieferten vor der beeindruckenden Skyline von Abu Dhabi eine spektakuläre Show.

Die erste Bestzeit der Saison holte sich Pete McLeod in 57,93 Sekunden. Der Kanadier, mit erst 30 Jahren das jüngste Fliegerass im Feld, konnte den im Vergleich zum Training von Süd auf Nord drehenden Wind am besten für sich nützen.

"Es fühlt sich gut an, gleich zum Auftakt ganz oben zu stehen“, so McLeod, der eine nagelneue Edge 540 V3 in die Hauptstadt der Emirate gebracht hat.

Er wusste seine Zeit aber durchaus richtig einzuschätzen und blieb im Hangar am Boden. „Ich habe mich im Racetrack schon sehr gut gefühlt, aber ich weiß natürlich auch, dass einige Jungs Pech mit dem Wind hatten.“

Berührung mit Folgen

Titelverteidiger Paul Bonhomme klassierte sich auf Rang zwei vor Landsmann Nigel Lamb.

Der Österreicher Hannes Arch landete knapp dahinter auf Rang vier.

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