Arch: "Sieg war genau das, was ich gebraucht habe"

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Nach einem schlechten Saisonstart hat Hannes Arch am Sonntag das dritten Rennen der Red-Bull-Air-Race-Serie in Rovinj in Kroatien gewonnen.

Der Steirer setzte sich in einem dramatischen Finale vor dem Tschechen Martin Sonka und Matt Hall aus Australien durch. Er rückte mit nunmehr 17 Punkten auf Rang drei der WM-Wertung hinter Paul Bonhomme (GBR) und Hall (beide 25) vor.

Der zweite Rovinj-Sieg von Arch nach 2014 war insgesamt sein 10. im Air Race und das 20. Podium.

Chance auf WM-Titel lebt

"Jetzt sehe ich wieder eine Chance auf den WM-Titel", so der Pilot. "Es sind zwar alle sehr knapp beisammen, aber ich bin zuversichtlich, dass ich bei oder nach meinem Heimrennen in Spielberg im September vielleicht schon in Führung sein kann." Nachsatz: "Ich werde jedenfalls gemeinsam mit meinem Team alles dafür tun: Mich auf mich selbst konzentrieren und darauf warten, dass die Konkurrenten Fehler machen."

Wie schnell das passieren kann, musste der zweifache bisherige Saisonsieger Bonhomme erfahren, der nach einer Disqualifikation in der Runde der letzten Acht gescheitert war und nur einen WM-Punkt ergatterte.

Vor zwei Wochen war Arch nach einem Fehler in der ersten Runde in Chiba (Japan) noch punktlos ausgeschieden. Auch beim Saisonauftakt in Abu Dhabi hatte er nur fünf WM-Punkte als Vierter gemacht.

"Chiba hatte mich mental zerstört"

"Chiba hatte mich mental zerstört", räumte der 47-Jährige bei der Sieger-Pressekonferenz in Rovinj unumwunden ein. "Der Sieg hier war genau das, was ich nach den ersten beiden Rennen der Saison gebraucht habe."

Dabei war es für den Routinier aus Österreich im Training in Kroatien anfangs nicht besonders gelaufen. "Ich habe mich nur langsam herangearbeitet und die Linie verbessert", so Arch. "Der Schlüssel zum Erfolg war, da draußen ruhig zu bleiben und möglichst keine Fehler zu machen."

Der Sieg des 47-Jährigen wurde vor allem von seinem extra angereisten Fanclub und seiner Familie in Rovinj heftig akklamiert.

Air Race zu Gast in Spielberg

Arch fühlt sich bei den Europa-Rennen des Air Race besonders wohl, wie er meinte. "Und natürlich ist auch das nächste Race in Budapest äußerst motivierend: Dort habe ich schließlich zum allerersten Mal gewonnen."

Die Europa-Serie des Red Bull Air Race wird am 4./5. Juli erneut in Österreichs Nachbarschaft - in der ungarischen Hauptstadt Budapest - fortgesetzt. Nach der Zwischenstation im noblen Ascot in Großbritannien steht dann am 6. September Archs echtes Heimrennen in Spielberg in der Steiermark auf dem Programm.

Für das Ende der Saison 2015 übersiedelt der Tross der Rennflugzeuge dann in die USA, und zwar nach Fort Worth in Texas und schließlich für das große Finale am 17./18. Oktober nach Las Vegas.

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