Es spitzt sich zu

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So schnell kann es gehen.

Fast gebetsmühlenartig hatte Hannes Arch nach seinem Sieg in Gdynia, mit dem er seinen Vorsprung in der WM auf Paul Bonhomme auf beachtliche 13 Punkte ausgebaut hatte, gepredigt, dass sein zweiter Saisonsieg noch keine Vorentscheidung im Titel-Rennen darstellt.

Rund drei Wochen später wusste die Air-Race-Welt, dass der Salzburger vollkommen Recht hatte. Ein fehlerbehaftetes Wochenende im britischen Ascot, welches in einem achten Platz Archs mündete, ließen den Polster auf Verfolger Bonhomme, der gleichzeitig auf dem obersten Treppchen landete, auf magere zwei Pünktchen zusammenschrumpfen.

Über mangelnde Spannung kann der Air-Race-Zirkus als vor den drei noch ausstehenden Rennen – das Finale steigt am 26. Oktober in Spielberg – also nicht klagen. Ab Freitag gehen die waghalsigen Piloten mit ihren tollkühnen Kisten in Texas in die Luft. Und wie praktisch jedes Mal wartet auf Fans und Cracks eine Premiere.

Auf einem Oval

Nachdem das Air Race heuer erstmals in Kroatien, Südost-Asien und Polen sowie über einer Pferde-Rennbahn stattfand, wird es auf dem NASCAR-Oval von Fort Worth erstmals innerhalb eines Stadions ausgetragen.

Der „Texas Motor Speedway“ zählt mit einer Kapazität von fast 160.000 Zuschauern zu den größten Sportstadien in den USA.

Arch ist nach dem ersten Kennenlernen mit der Strecke guten Mutes. „Der Kurs ist anspruchsvoll und eng, das gefällt mir. Das ist genau das Richtige um voll anzugreifen, denn es gibt jetzt keinen Spielraum mehr zum Taktieren.“

Hohe Temperaturen und Wind

Tief beeindruckt von den Gegebenheiten zeigt sich Archs deutscher Konkurrent Matthias Dolderer. Er hat in Ascot mit Rang vier sein bisher bestes Ergebnis „eingeflogen“: „Big, bigger, Texas. Der Texas Speedway ist gigantisch! Ich bin mir sicher, dass wir hier ein tolles Rennen erleben werden.“

Eine besondere Herausforderung stellen die klimatischen Bedingungen dar. Mensch und Maschine haben mit Temperaturen um die 37 Grad zu kämpfen. Arch schreibt auf seiner Homepage von „harten Zeiten“ für seine Ingenieure, die den Motor hitzefit machen.

Hinzu kommen noch starke Südwinde, die für die eine oder andere Überraschung im Klassement gut sind. Verheißungsvolle Aussichten für das ohnehin enge Gesamtklassement.

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