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Adams greift nach World-Tour-Krone

Vor 35.000 Zusehern trickste sich Nate Adams am Samstagabend im City Stadium von Posen zu seinem 6. Sieg in der zehnjährigen Geschichte der Red Bull X-Fighters.

Der US-Amerikaner ließ im Finale seinem direkten Titelkonkurrenten Dany Torres aus Spanien keine Chance. Der Japaner Eigo Sato wurde Dritter.

15 Meter hoch, 36 Meter weit

440 LKW-Ladungen Erde machten aus der Heimstätte des polnischen Serienmeisters KKS Lech Posen eine Freestyle-Motocross-Spielwiese mit dem längsten und höchsten Sprung des Jahres.

Die 12 besten FMX-Rider erreichten dabei einen Luftstand von 15 Metern und sprangen 36 Meter weit.

Torres will zurückschlagen

Adams zitterte sich im Finallauf über die Rampen: "Das Bike unterrotierte am langen Jump und ich landete am Vorderrad. Umso glücklicher bin ich, Dany besiegt zu haben."

Am Papier war die Entscheidung klar, vier von fünf Judges sahen Adams in Front. Dany Torres gibt im Kampf um die Gesamtwertung nicht auf:

"Ich war nicht zu hundert Prozent fit, bin mit dem zweiten Rang zufrieden. Nun werde ich sechs Wochen trainieren um in Australien zurückzuschlagen."

Mit drei Saisonsiegen führt Adams (365 Punkte) – der 2011 auch zwei Goldmedaillen bei den X-Games einheimste – die Gesamtwertung der größten FMX-Tour der Welt mit 40 Punkten Vorsprung auf Torres (325 Punkte) an.

Sturz von Villa überschattet Quali

Der Bewerb in Polen war sprichwörtlich ein K.o.-Event.

Der bisherige Gesamtführende Andre Villa (NOR) brach sich in der Qualifikation bei einem Backflip den Oberschenkel.

Der Schweizer Mat Rebeaud, der bei seinem Comeback auf Krücken zum Bike ging, musste nach dem ersten Training doch auf einen Start verzichten.

Zuvor hatten schon die drei Australier Robbie Maddison, Blake Williams und Josh Sheehan wegen Verletzungen auf eine Teilnahme verzichten müssen.

Showdown in Australien

Das entscheidende Saisonfinale findet am 17. September 2011 erstmals in Australien (Sydney) statt.

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