Autor "Maddo": Das nächste Kapitel ist in Arbeit

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Robbie Maddison war schon immer ein Grenzgänger.

Im zarten Alter von vier Jahren setzte ihn sein Vater das erste Mal auf ein Motocross-Bike.

25 Jahre später ist der Australier einer der größten Freestyle-Heroes der Gegenwart.

Seine spektakulären Aktionen haben ihn rund um den Globus berühmt gemacht.

Verrückt, verrückter, Maddison

Zum Beispiel der Sprung auf den Triumphbogen in Las Vegas und wieder hinunter. Oder der Backflip über die geöffnete Tower Bridge in London.

Unvergessen auch sein Mega-Jump über den Kanal von Korinth. „Ich konnte der Herausforderung nicht wiederstehen, obwohl jeder noch so kleine Fehler wohl tödlich gewesen wäre."

"Aber genau diese Risiken muss man auf sich nehmen, um im Leben weiter zu kommen.“

Immer der Beste sein

Neue Projekte sind in Planung, verraten wird aber natürlich noch nichts. Außer, dass es irgendwann ein Buch über sein verrücktes Leben geben soll.

„Ich habe das in mir und möchte den Menschen gerne meine Message mit auf den Weg geben, wie man ein glückliches Leben führt.“

Bis das Werk („Ich habe noch keinen Namen, nur die Idee!“) soweit ist, ärgert „Maddo“ die jungen Wilden bei den Red Bull X-Fighters.

So auch beim dritten Stopp der World Tour in Rom. „Ich wollte nie berühmt sein, mir ging es immer nur darum auf dem Bike mein Bestes zu geben. Diese Leidenschaft ist nach wie vor in mir, ich liebe es einfach.“

"Always dream big"

Freestyle-Motocross hat Maddison Türen geöffnet, von denen er nicht zu träumen wagte – und ihn ganz nebenbei noch reich gemacht.

Heute hat der Australier ein Haus in Kalifornien mit Foam-Pit (zum Üben für neue Tricks) und eigenem Race-Track im Garten.

„Always dream big“, so das Motto des Familienvaters, der noch heute mit den Folgen eines Nervenkrankheit kämpft.

Hilfe von der Ehefrau

Unterstützt in all seinen Ideen wird Maddison von seiner Ehefrau.

„Sie ist immer für mich da, in guten und schlechten Zeiten, sie baut mich auf und pusht mich. Erst durch sie konnte ich überhaupt auf dieses Level kommen, auf dem ich zur Zeit fahre.“

Deshalb müssen sich die anderen Rider in Rom auch wieder warm anziehen. „Ich hatte im Training daheim einen wirklich perfekten Run! Schade, dass der nicht gejudged wurde.“

Body-Varial klappt perfekt

Das soll im Stadio Olimpico nachgeholt werden. Im Training zeigte „Maddo“ schon einmal zwei perfekte Body-Varials. „Dieser Trick stresst mich so sehr, aber im Training hat es super geklappt, das nimmt mir viel Druck.“

Deshalb verspricht er den Fans einen „perfect run“ nach seinen Vorstellungen. „Ich träume schon seit Tagen davon, wie er aussehen wird!“

Ob es dann für den Sieg reichen wird, darüber möchte der Freestyler aus „Down Under“ nicht spekulieren.

„Ich habe mir im Training die anderen Jungs angeschaut und viele gute Tricks gesehen. Aber für mich ist der Wettkampf in erster Linie ein Kampf gegen mich selbst: Wenn ich mein Bestes zeigen kann, dann sollte ich in Rom ganz weit vorne zu finden sein.“

WM-Titel als großes Ziel

Aber nicht nur in Rom, denn für Maddison ist in Sachen X-Fighters noch kein Ende in Sicht.

„Wir sprechen hier von einem High-Risk-Sport. Wir sind moderne Gladiatoren, die sich den Sieg im Kampf Mann gegen Mann ausmachen. Das hat mich schon immer fasziniert, und ich glaube auch, dass das der Grund ist, warum die X-Fighters weltweit so erfolgreich sind.“

In der Weltmeisterschaft liegt Robbie Maddison nach zwei Events auf dem dritten Rang, beim Finale in seiner Heimat will er dann ganz oben stehen.

„Das ist noch ein Traum, den ich mir unbedingt erfüllen möchte. Ich bin zwar auch ohne WM-Titel ein glücklicher Mann, aber ich habe wirklich hart dafür gearbeitet und hoffe, dass ich in dieser Saison endlich alle Puzzleteile beisammen habe.“

Es wäre ein weiteres Kapitel im Leben des Australiers - und natürlich auch für sein Buch ...

Stephan Schwabl

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