IndyCar Series startet in eine neue Ära

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Eine Woche nach der Formel 1 legen in den USA auch die IndyCars los.

Nach dem tragischen Saison-Finale, das nach dem tödlichen Crash des Briten Dan Wheldon abgebrochen werden musste, fängt für die US-Rennserie 2012 eine neue Zeitrechnung an.

Die veralteten Boliden der letzten Generation gehören der Vergangenheit an, ebenso wie der Einheitsmotor.

Im Starterfeld werden europäische Motorsport-Fans einige bekannte Namen finden: F1-Rekordstarter Rubens Barrichello versucht ebenso sein Glück in den USA, wie Ex-DTM-Pilotin Katherine Legge oder Vollzeit-Rückkehrer Sebastien Bourdais.

LAOLA1 mit den wichtigsten Facts zum IndyCar-Saisonstart:

FAHRER

26 Piloten werden beim Auftakt in Florida am Start stehen. Mit Ex-DTM-Pilotin Katherine Legge, Simon Pagenaud (zuletzt bei Peugeots Le-Mans-Projekt) und dem US-Amerikaner Josef Newgarden sind auch drei Rookies dabei. Ab dem fünften Saisonrennen kommt mit GP2-Pilot Luca Filippi ein weiterer IndyCar-Debütant dazu.

Neu bei den IndyCars ist auch Rubens Barrichello. Der Brasilianer wird aufgrund seiner 322 F1-Starts aber nicht als offizieller Neuling gewertet und darf auch nicht um die Krone für den "Rookie of the Year" mitfahren. Mit Jean Alesi wird ein weiterer Ex-F1-Veteran das Indy500 fahren.

Um den Titel werden sich wohl erneut die Piloten von Penske (Ryan Briscoe, Will Power und Helio Castroneves) sowie die Fahrer von Ganassi (Scott Dixon und Dario Franchitti) duellieren. Gespannt wird man auf Sebastien Bourdais blicken, der als vierfacher ChampCar-Meister nach einigen Gast-Einsätzen im Vorjahr heuer seine erste volle Comeback-Saison fährt.

Für den schwerwiegendsten Abgang sorgte eine Frau: Danica Patrick verabschiedete sich in Richtung NASCAR und wird wichtige Medienpräsenz von den IndyCars abziehen. Rookie Legge bleibt 2012 aber nicht die einzige Frau: Mit der Schweizerin Simona de Silvestro gibt es auch eine zweite Renn-Lady im Feld.

AUTOS

Optisch unterscheidet sich die "Class of 2012" deutlich von der des Vorjahres. Die neuen von Dallara hergestellten Chassis fallen vor allem durch eine Neuerung auf: Die Abdeckung vor und hinter der Hinterachse (siehe Bild). Diese soll verhindern, dass gegnerische Boliden durch ein Auffahren auf den Hinterreifen in die Luft geschleudert werden. Auf diese Art und Weise passierten einige der schlimmsten IndyCar-Unfälle der letzten Jahre.

Aber nicht nur beim Chassis, sondern auch am Motoren-Sektor gab es Änderungen. Honda hat kein Monopol mehr, Lotus und Chevrolet heißen die Konkurrenten für diese Saison. Ab 2013 wollen die Hersteller auch eigene Aero-Kits liefern, die das Dallara-Einheits-Chassis ablösen werden.

STRECKEN

Nach dem tödlichen Unfall von Dan Wheldon beim Saisonfinale am Las Vegas Motor Speedway im Vorjahr zogen die Verantwortlichen ihre Konsequenzen. Fanden 2011 noch sieben von 17 Rennen auf Oval-Kursen statt, sind es heuer nur noch fünf von 16.

Die Rennen in den kurzen und engen Speedways in New Hampshire, Kentucky und Las Vegas wurden gestrichen, das Saisonfinale (15. September) an den ausladenden California Speedway in Fontana verlegt.

Nach dem Aus des Events in Motegi, findet heuer erstmals ein IndyCar-Rennen in China statt: In Qingdao wird im August ein Straßenkurs aufgebaut. Außerhalb der USA fahren die IndyCars zudem in Brasilien (Straßenkurs in Sao Paulo) und Kanada (Straßenkurs in Toronto und am Flughafen von Edmonton). Europa scheint im aktuellen Kalender erneut nicht auf.

Das wichtigste Rennen, das Indy500, findet am 27. Mai statt.

Michael Höller

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