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Heidfeld schon 2012 in der DTM?

Nick Heidfeld könnte vor einem unfreiwilligen Karriereende in der Formel 1 stehen.

Der Deutsche hat im Cockpit-Poker bei Lotus-Renault nach zuletzt gezeigten Schwächen nicht mehr die besten Karten.

Vitaly Petrov scheint auch für 2012 gesetzt, gelingt Robert Kubica das Comeback nach seinem schweren Rallye-Unfall, wird der Pole wohl in dem ihm vertraglich zugesicherten Cockpit Platz nehmen.

Harter Konkurrenzkampf

Und selbst wenn der Pole nicht rechtzeitig fit wird, stehen mit Romain Grosjean und Bruno Senna zwei deutlich jüngere Fahrer als Heidfeld Gewehr bei Fuß.

"Von Nick hätte man mit all der Erfahrung, die er hat, schon erwarten dürfen, dass er in dieser Phase der Saison ein bisschen schneller ist als Vitaly", stellte ihm zuletzt Teamchef Eric Boullier offen die Rute ins Fenster.

DTM als Möglichkeit

Rennmüde ist der 34-Jährige aber noch lange nicht, weshalb er sich bereits mit Alternativen zur Formel 1 beschäftigt: "Nach meiner Formel-1-Zeit könnten Prototypen oder DTM eine Möglichkeit sein."

Kontakte hätte Heidfeld genug: Der Deutsche stand sechs Jahre lang als Werksfahrer bei BMW-Sauber unter Vertrag, im Vorjahr startete er als dritter Pilot im Werks-Rennstall von Mercedes. Beide Marken werden 2012 auch in der DTM am Start stehen.

"Die DTM wird natürlich ab nächstem Jahr durch die Markenvielfalt sehr aufgewertet. Da hätte ich schon Interesse daran, mit dabei zu sein", kommentiert Heidfeld.

Lange F1-Tradition

Die Rekrutierung ehemaliger F1-Piloten hat in der Tourenwagen-Serie Tradition: Größen wie Mika Häkkinen und Jean Alesi konnten in der Vergangenheit bereits DTM-Rennen gewinnen.

Mit Ralf Schumacher und David Coulthard stehen auch im aktuellen Starterfeld zwei F1-GP-Sieger.

Doch so weit will Heidfeld noch nicht denken: "Das Ziel ist ganz klar, auch in Zukunft in der Formel 1 mit dabei zu sein." Derzeit sieht es für den 34-Jährigen allerdings nicht allzu gut aus.

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