Tomczyk liefert sein Meisterstück ab

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Martin Tomczyk hat vorzeitig den Titel im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) gewonnen.

Beim Sieg seines Marken-Kollegen Mattias Ekström (Schweden) reichte dem deutschen Audi-Piloten beim vorletzten Saisonlauf in Valencia ein dritter Platz, um seine erste Meisterschaft perfekt zu machen.

Doppelte Premiere

Für den 29-Jährigen ist es der erste Titel in seiner elften DTM-Saison.

Kurios ist dabei, dass Tomczyk vor der Saison Audi-intern zurückgestuft wurde und in einem 2008er-Modell des A4 unterwegs ist.

Er ist damit der erste Pilot, der in einem sogenannten Jahreswagen Meister wird.

Die längsten Runden

"Jetzt weiß ich, was meine Teamkollegen gemeint haben, als sie gesagt haben, dass das die längsten Runden sind, wenn es um die Meisterschaft geht", meint der neue Champion anschließend.

"Es war so! 19 Runden kamen mir vor wie zwei komplette Rennen. Da ringt man schon mit der Luft. Meine Helmbelüftung ist dann auch noch weggeflogen. Aber es war ein perfektes Rennen, perfekter Start. Auch die Stints waren hervorragend geplant von meinem Team."

Als Schlüssel zum Erfolg sieht er die Konstanz: "Wir haben immer gepunktet, auch wenn wir Rückschläge hatten. Und wir haben uns nie unterkriegen lassen, sondern immer wieder aufgebaut. Es ist ein wahnsinnig schönes Gefühl, einfach gigantisch."

"Ein schwieriges Rennen für uns"

Der Mercedes-Rivale Bruno Spengler (Kanada) wurde nur als Siebenter gewertet und kann den 29-Jährigen beim Saisonfinale in Hockenheim nicht mehr abfangen.

"Es war für uns heute ein schwieriges Rennen. Meine Jungs haben alles gegeben, wir haben beim Boxenstopp auch einen Platz gut gemacht", kommentiert der Kanadier.

Am Rennen in Valencia habe es jedenfalls nicht gelegen, dass es nicht  zum Titel reichte: "Heute haben wir den Titel nicht verloren, sondern früher."

Audi räumt groß ab

Das Rennen wird zum großen Triumph für Audi. Bester Mercedes auf Strecke ist David Coulthard, der aber wie Renger van der Zande nach einer Disqualifikation in der Qualifying nur unter Protest am Start ist.

Daher scheinen die beiden Mercedes-Piloten (Fünfter und Sechster) bis zur Behandlung des Protests nicht in der Ergebnisliste auf.

Audi darf daher über einen Sechsfach-Sieg im vorletzten Saisonrennen jubeln.

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