Wichtiger Premieren-Sieg für Audi in Spielberg

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Audis Comeback auf der Siegerstraße der DTM ist perfekt. Edoardo Mortara beschenkt die Ingolstädter am Red Bull Ring mit dem ersten Saisonsieg im vierten Rennen.

Für den 25-jährigen Italiener ist es der erste Triumph in seinem zweiten Jahr in der Meisterschaft.

Mortara setzt sich nach teilweise hartem Kampf vor Martin Tomczyk (BMW) und dem Meisterschafts-Führenden Gary Paffett (Mercedes) durch.

Das Top-Trio trennen nach 47 Runden nur 2,1 Sekunden.

Audi fällt Stein vom Herzen

Audi hat damit das kleine Formtief (nur zwei dritte Plätze in drei Rennen) überwunden. Groß ist der Stein, der Audis österreichischem Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich nach diesem Erfolg vom Herzen fällt.

"Ich musste die Füße auseinander geben, damit mir der Stein nicht auf die Zehen fällt", witzelt der Wiener nach dem Rennen. "Dieser Sieg zeigt die Stärke und das Potenzial von Edo (Mortaras Spitzname, Anm.)."

"Habe einiges Risiko genommen"

Der Sieger selbst ist unmittelbar nach dem Rennen von seinen Emotionen überwältigt: "Ich habe noch gar nicht realisiert, was gerade passiert ist. Ich habe einiges Risiko genommen, jeder hat gesehen, dass ich das Rennen gewinnen wollte."

Um seinen Sieg muss der von Pole Position gestartete Audi-Pilot hart kämpfen. Er behauptet zwar am Start seine Führung, muss sich nach dem zweiten Boxenstopp in Runde 29 aber mit dem früher an die Box gekommenen Paffett duellieren.

Durch einen späteren Stopp schiebt sich Titelverteidiger Martin Tomczyk zwischen das Führungs-Duo. "Durch unseren Fight haben wir Martin die Chance gegeben aufzuholen", gesteht Paffett.

Toller Dreikampf um den Sieg

"Mein zweiter Stopp lief sehr gut. Durch den Zweikampf an der Spitze konnte ich etwas Zeit gewinnen. Edoardo waraber  tough genug, um vorne zu bleiben", sagt Tomczyk, der das Rennen in Spielberg im Vorjahr gewinnen konnte.

Für die harten Kämpfe und die tolle Action haben die Teamchefs ausschließlich Lob über. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug spricht von einer "Galavorstellung für den Motorsport".

"Wir hatten ein großartiges Rennen, wahrscheinlich eines der besten der letzten Jahre", stimmt BMW-Sportchef Jens Marquardt in den Tenor ein.

Paffett zieht immer weiter weg

In der Meisterschaft baut Paffett seinen Vorsprung mit dem vierten Podestplatz im vierten Rennen aus. Der Brite liegt nun 36 Zähler vor Audis Mattias Ekström, der am Red Bull Ring Platz vier belegt.

"Für Gary war der Sieg möglich, aber es sollte nicht sein. Er kann aber trotzdem zufrieden sein: Er kam mit 25 Punkten Vorsprung hier her, jetzt sind es 36", zeigt sich Haug glücklich.

Coulthard mit verpatztem Wochenende

Nicht alle Piloten sind am Ende aber glücklich. Für David Coulthard etwa geht ein desaströses Wochenende unrühmlich zu Ende: Vom letzten Platz gestartet, stellt der ehemalige F1-Pilot seinen Mercedes in Runde 22 nach einem Ausritt ins Kiesbett an der Box ab.

Vor allem die hektische Startphase (nach einem Unfall von Christian Vietoris kommt in der ersten Runde das Safety Car auf die Strecke) fordert einige Opfer: Unter anderem können Andy Priaulx, Miguel Molina oder Bruno Spengler das Rennen nicht beenden.

Michael Höller

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