"Mehr Motorsport fürs gleiche Geld"

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Am kommenden Wochenende (1. bis 3. Mai) startet die DTM in Hockenheim in die neue Saison. Die Organisatoren krempeln die Serie gehörig um und wollen den Fans künftig wieder mehr Action bieten.

Das soll nicht nur durch Anpassungen am Format der Serie passieren, sondern auch durch ein bunteres Rahmenprogramm. So gehen in Hockenheim am Wochenende auch die Läufe der Formel-3, des Porsche-Carrera-Cups, des Audi-TT-Cups und ein Rennen der Rallycross-WM (mit Manfred Stohl) über die Bühne.

LAOLA1 hat die wichtigsten Informationen zum DTM-Start zusammengestellt:

RENNFORMAT:

Titelverteidiger Marco Wittmann im BMW M4

Die DTM will den Fans wieder "mehr" Motorsport bieten. Künftig finden pro Rennwochenende zwei Rennen statt. Der erste Lauf am Samstag dauert 40 Minuten plus eine Runde, der zweite Lauf am Sonntag dauert 60 Minuten plus eine Runde.  Für beide Läufe gibt es die volle Punktzahl nach F1-Schema (25-18-15-12-10-8-6-4-2-1).

Die Fahrer müssen am Samstag ohne Boxenstopp auskommen, am Sonntag steht ein, statt bisher zwei, Pflicht-Boxenstopps auf dem Programm. Auch die zwei ungleich schnellen Reifensorten sind Geschichte, Ausrüster Hankook wird künftig nur mehr eine Mischung liefern. Pro Wochenende stehen den Teams vier Reifensätze zur Verfügung.

Das Qualifying wurde radikal gekürzt, künftig stehen nur mehr 20 Minuten zur Verfügung, in denen die Piloten darum kämpfen werden, eine freie Runde zu finden. Für beide Läufe gibt es ein eigenes Qualifying, das immer am Tag des Rennes stattfindet.

Das DRS öffnet künftig dreimal pro Runde und soll das Überholen erleichtern. Der Fahrer kann dabei selbst entscheiden, wo er den Flügel umklappen will. Voraussetzung für die Verwendung ist auch in der DTM, dass der Abstand zum Vordermann weniger als eine Sekunde beträgt.

STARTNUMMERN:

Bruno Spengler ist einer von acht Ex-Meistern am Start

Genau wie die Formel 1, setzt auch die DTM ab 2015 auf fix vergebene Nummern, die die Fahrer während ihrer gesamten DTM-Karriere behalten werden. Ausgenommen davon ist nur die Startnummer 1, die in diesem Jahr Vorjahres-Meister Marco Wittmann gehört.

STARTERFELD:

Erstmals seit einigen Jahren gehen wieder 24 Piloten an den Start. Mercedes schickt mit ART Grand Prix ein viertes Team ins Rennen, dafür reduziert HWA die Anzahl seiner Fahrzeuge von fünf auf vier.

Beeindruckend ist auch die Dichte an DTM-Champions im Fahrerfeld. Gleich acht ehemalige Meister gehen an den Start: Marco Wittmann, Bruno Spengler, Martin Tomczyk (BMW), Mattias Ekström, Timo Scheider, Mike Rockenfeller (Audi), Paul di Resta und Gary Paffet (Mercedes).

Datum Strecke Vorjahressieger
1. - 3. Mai Hockenheim I Marco Wittmann (BMW)
29. - 31. Mai Lausitzring Pascal Wehrlein (Mercedes)
26. - 28. Juni Norisring Robert Wickens (Mercedes)
10. - 12. Juli Zandvoort (NED) Mattias Ekström (Audi)
31. Juli - 2. August Spielberg (AUT) Marco Wittmann (BMW)
28. - 30. August Moskau (RUS) Maxime Martin (BMW)
11. - 13. September Oschersleben Christian Vietoris (Mercedes)
25. - 27. September Nürburgring Marco Wittmann (BMW)
16. - 18. Oktober Hockenheim II Mattias Ekström (Audi)

Lucas Auer will sich in der DTM beweisen

ROOKIES:

Der interessanteste Neueinsteiger aus österreichischer Sicht ist Lucas Auer. Der 20-Jährige ist der Neffe von F1-Legende Gerhard Berger und war bisher in der europäischen Formel 3 unterwegs. Nachdem die dortigen Leistungen zu inkonstant waren, versucht der Tiroler nun über den Umweg DTM auf sich aufmerksam zu machen. Er nimmt am Steuer eines Mercedes C63 des ART-Teams Platz.

Ebenfalls neu mit dabei ist der Brite Tom Blomqvist. Der 21-Jährige ist der Sohn des Schweden Stig Blomqvist, dem Rallye-Weltmeister des Jahres 1984. Der junge Blomqvist war im Vorjahr in der Formel-3 unterwegs und sollte eigentlich in die Formel-Renault 3.5 aufsteigen, doch bei DTM-Testfahrten im Herbst war er so flott unterwegs, dass er sofort von BMW einen Vertrag angeboten bekam. Er ersetzt in dieser Saison den Amerikaner Joey Hand im RBM-Team.

Der dritte Neuzugang heißt Maximilian Götz und ist bereits 29 Jahre alt. Der Deutsche kickte schon mit Sebastian Vettel und stand gemeinsam mit Lewis Hamilton auf dem Podest der Formel 3, doch seine Karriere verflachte. Er pausierte zwei Jahre, machte eine Ausbildung und fand durch Zufall einen Förderer, der ihn zurück in den Tourenwagensport brachte. Sein DTM-Engagement bei HWA-Mercedes ist das bisherige Highlight seiner Karriere.

Team Startnummer Fahrer Land Alter
BMW Team RMG 1 Marco Wittmann GER 25
36 Maxime Martin BEL 29
ART Grand Prix (Mercedes) 2 Gary Paffett GBR 34
22 Lucas Auer AUT 20
HWA AG (Mercedes) 3 Paul di Resta GBR 29
6 Robert Wickens CAN 26
Audi Sport Team Abt Sportsline 5 Mattias Ekström SWE 36
17 Miguel Molina ESP 26
BMW Team MTEK 7 Bruno Spengler CAN 31
16 Timo Glock GER 33
HWA AG (Mercedes) 8 Christian Vietoris GER 26
94 Pascal Wehrlein GER 20
Audi Sport Team Phoenix 10 Timo Scheider GER 36
99 Mike Rockenfeller GER 31
Mücke Motorsport (Mercedes) 12 Daniel Juncadella ESP 23
84 Maximilian Götz GER 29
BMW Team Schnitzer 13 Antonio Felix da Costa POR 23
77 Martin Tomczyk GER 33
BMW Team RBM 18 Augusto Farfus BRA 31
31 Tom Blomqvist GBR 21
Audi Sport Team Abt 27 Adrien Tambay FRA 24
48 Edoardo Mortara ITA 28
Audi Sport Team Rosberg 51 Nico Müller SUI 23
53 Jamie Green GBR 32
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