BMW: Der erste Schritt ist geschafft

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BMW meldet sich zurück in der DTM. Der bayrische Autokonzern machte am Rande des Show-Events in München den ersten Schritt zurück.

Bereits am Freitag präsentierte Neo-Motorsportchef Jens Marquardt nicht nur den neuen Boliden für 2012, sondern auch gleich zwei der vermutlich sechs Piloten für die Comeback-Saison.

Der Brasilianer Augusto Farfus und der Brite Andy Priaulx werden die Speerspitze der BMW-Armada bilden.

Bewährtes Duo im Cockpit

Beide Piloten stehen schon einige Jahre im Werks-Kader. Der 37-jährige Priaulx hat sechs Jahre mit BMW in der Tourenwagen-WM (WTCC) auf dem Buckel, wo er auch drei Titel bejubeln durfte.

Der 27-jährige Farfus fuhr vier Jahre für die Deutschen in der WTCC und war zuletzt, wie Priaulx, in das GT-Projekt der Bayern in Le Mans involviert.

"Sie haben sich mit starken Leistungen im Tourenwagen- und GT-Sport für die DTM empfohlen, und wir sind sicher, dass sie auch in dieser Serie bleibenden Eindruck hinterlassen werden", streut Marquardt seinen Piloten schon im Vorfeld Rosen.

Vorsprung in der Entwicklung?

Mit der offiziellen Präsentation des M3 Concept Cars legte BWM den künftigen Konkurrenten Mercedes und Audi zeitlich bereits etwas vor. Beide Konzerne werden ihre Autos erst im September auf der IAA in Frankfurt der Öffentlichkeit präsentieren.

"Das BMW M3 DTM Concept Car ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Saisonstart 2012", sagt Marquardt. "Der Roll-out des Fahrzeugs ist erfolgreich verlaufen, nun starten wir unser Testprogramm auf der Strecke."

In den kommenden Monaten wartet viel Arbeit: "Ein neues Rennsport-Programm auf die Beine zu stellen, kommt einem Puzzle gleich. Nahezu täglich kommen neue Einzelteile hinzu, die wir zu einem großen Ganzen zusammensetzen."

Große Fußstapfen

BMW ist ein Name, der in der DTM verpflichtet: Bis zum Ausstieg 1994 fuhren Piloten auf dem bayrischen Fabrikat 50 Siege ein. Dreimal gewannen BMW-Piloten den Einzel-Titel.

Von 1984 bis 1990 sicherte man sich sieben Mal in Folge die Marken-Wertung. In der ewigen Bestenliste ist man damit hinter Mercedes immer noch auf dem zweiten Rang.

Auch Marquardt tritt in große Fußstapfen. Erst in diesem Jahr übernahm er das Amt des BMW-Motorsportchefs von Dr. Mario Theissen, in dessen Amtszeit das F1-Engagement sowie der Le-Mans-Gesamtsieg 1999 und diverse Titel in der Tourenwagen-WM fallen.

Michael Höller

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