Das neue Red Bulletin

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Das sind die Highlights des neuen Magazins und der Red Bulletin App:

Back in the USA – Einst hatte die Formel 1 einen Fixplatz in den Herzen motorsport-verrückter Amerikaner. Dann wechselte Mario Andretti zu den Indy-Cars. NASCAR brachte die Kraft von Tradition und Erdverbundenheit endlich auf die Straße, und die F1 kam unter die Räder. Jetzt steht der US-Grand-Prix in Austin vor der Tür, 2013 soll auch New Jersey in den Kalender aufgenommen werden. Generalstabsmäßig erobert die Formel 1 die neue Welt zurück.

"FANS. DIE EINSAMEN. Auch in den USA gibt es Formal-1-Aificionados. Sie leben ihre spezielle Leidenschaft im Verborgenen aus:

10 Uhr Vormittag, the Kezar Pub, San Francisco. Der vordere Bereich des Lokals birst beinahe vor johlenden Sportfans, Flachbildschirme an den Wänden befeuern die Begeisterung. Übertragen wird irgendwas mit Laufen und langen Stöcken, eventuell ist es Lacrosse, vielleicht sind es auch die Highland Games.

Ein Gast kämpft sich durch die Massen ins Hinterzimmer, wo der Grand Prix von Monaco 2012 übertragen wird. Genauer gesagt: Man zeigt die Aufzeichnung.

Für F1-Fans in den USA ist derlei normal: das Hinterzimmer, die Gesellschaft exotischer Sportarten, die Zeitverzögerung. Die Zuschauerzahlen von F1-Rennen bewegen sich weltweit regelmäßig in der 500-Millionen-plus-Region. Nielsen Media Research hat erhoben, dass 2010 in den USA kein einziges Rennen die 1-Million-Zuschauer-Marke gebrochen hat.

Das verhaltene Interesse hat etliche Gründe. Die meisten Grands Prix überträgt bloß der Speed Channel, ein Spezialistensender, den man auf der Fernbedienung gern tief in den 600er-Speicherplätzen findet. Weil Speed live sendet, bedeutet das für Zuschauer an der Westküste, dass Rennen in Europa grausam früh beginnen, während Grands Prix in Asien für Zuseher an der Ostküste furchtbar spät starten.

Freilich könnte man die Rennen auch aufzeichnen. das würde aber bedeuten, dass man die Stunden, bis man endlich am Sofa sitzt und auf Play drücken kann, in sozialer Eremitage zubringen müsste. Irgendein Streber, der tatsächlich um 3.30 Uhr aufgestanden ist, um das Rennen live zu sehen, hat das Ergebnis nämlich garantiert auf Facebook oder Twitter ausgeplaudert. Merke: Sportarten, die viel Koffein voraussetzen, damit man sie überhaupt verfolgen kann, sind in den USA nicht mehrheitsfähig.

Der zweite Grund für das Desinteresse Amerikas an der F1 hat soziale Gründe. Amerika liebt NASCAR, Punkt. NASCAR ist uramerikanisch, eine liebevoll gehegte Pflanze, deren Wurzeln bis auf die Bootlegger zurückgehen, jene Schmuggler, die in der Prohibitionszeit Schnaps transportiert und dabei mit ihren schnellen Wagen die Cops abgehängt haben.

Die Chancen, dass eine andere Motorsport-Spielart neben NASCAR nennenswerte Traktion aufbauen kann, sind winzig. Warum das ausgerechnet der feinsinnigen (Amis würden sagen: verweichlichten) Randsportart aus Europa gelingen sollte? Es gibt durchaus Gründe
dafür. ..."

Die ganze Story zur (Wieder-)Eroberung Amerikas gibt es jetzt im neuen Red Bulletin.

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