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Zeitlupe Rietzler

 

UEFA steht abseits der EURO vor riesigen Herausforderungen

Zehn Tage vor der Eröffnung der EURO 2012 in Polen und der Ukraine sorgen in den Ländern der EM-Favoriten jede Menge Schlagzeilen abseits der sportlichen Vorbereitung für Aufsehen.

Die UEFA muss fürchten, dass die Probleme in den wichtigsten Ligen des Kontinents aus dem Ruder laufen.

Titelverteidiger Spanien erweist sich als Schuldenmeister. Sechs der 20 Erstligisten in der Primera Division befinden sich finanziell in schwersten Nöten. Die Diskussion über mögliche Staatshilfen für die hoch verschuldeten Klubs treibt nicht nur deutschen Liga-Schwergewichten wie Bayern-Präsident Uli Hoeneß oder Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke die Zornesröte ins Gesicht.

In der Bundesliga wiederum bereiten den Verantwortlichen Chaoten und Krawallmacher Kopfzerbrechen. Die Bilder von den letzten Spielen aus Karlsruhe, Köln oder Düsseldorf lassen die Alarmglocken schrillen.

Italiens Nationalteam wiederum wird in der Vorbereitung auf die EM-Endrunde – wieder einmal – von einem Wettskandal erschüttert. Eine Groß-Razzia im Teamquartier der „Squadra Azzurra“ überschattet die sportlichen Schlagzeilen.

In England hingegen geht der Gagen-Wahnsinn weiter. Die aktuellsten Transfermeldungen von der Insel geben Anlass zur Sorge. Da ist von unmoralischen Wochen-Gehältern (!) zwischen  200.000 und 300.000 Euro die Rede.

Ob da die neuen Financial-Fairplay-Regeln der UEFA, wonach Europas Fußballvereine ab Herbst nicht mehr Geld ausgeben dürfen als sie einnehmen, dem Wahnsinn Einhalt gebieten können?

Für die UEFA jedenfalls scheinen die organisatorischen Probleme, die mit der erstmaligen Vergabe der EURO in den Osten Europas auf sie zukommen, harmlos im Vergleich zu den Sorgen in jenen Ländern, die eigentlich ihre Aushängeschilder sind.

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