Muss die Liga dem Winter die kalte Schulter zeigen?

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Halbzeit in der Bundesliga. 90 der 180 Partien sind gespielt. Austria ist überraschend mit fünf Punkten Vorsprung auf Titelverteidiger Salzburg Herbstmeister, am Tabellenende müssen sich Wacker Innsbruck und Wiener Neustadt warm anziehen.

Apropos Kälte: Alle Jahre wieder wundern wir uns, dass die Bundesliga im Dezember unbedingt noch zwei Frühjahrsrunden ins Programm pressen muss. Trotz aller Probleme, die 36 Spieltage im internationalen Spielkalender unterzubringen, die Punktejagd zur Punschzeit kann niemanden erwärmen.

Österreichs ohnehin nicht gerade komfortable Arenen präsentieren sich in der kalten Jahreszeit noch frostiger, die Qualität der Spiele leidet unter den äußeren Umständen. Und wie zum Hohn ruft Aufsteiger RZ Pellets WAC per Rundmail dazu auf, sich beim Schnee schaufeln in der Lavanttal-Arena zu beteiligen. Wer mithilft, das Spielfeld von den weißen Massen zu befreien, erhält für das Spiel gegen Herbstmeister Austria am Samstag eine Freikarte.

Auch das Schiedsrichter-Team wird sich rüsten und mit Handschuhen und langen Hosen ausgestattet nach Kärnten reisen. Der rote Ball feiert wieder Saison. Vielleicht lustig, aber auch gefährlich. Ein wahrer Härtetest für Spieler und Zuschauer.

Es wäre höchste Zeit, dass sich die Fußballklubs dazu entschließen, den Dezember den Skifahrern, Biathleten, Rodlern, Snowboardern, Skispringern oder jenen Sportlern zu überlassen, die in warmen Hallen um Punkte und Siege kämpfen.

Das jedenfalls scheint wesentlich realistischer, als dass hierzulande Stadien errichtet werden, die dank Rasenheizung und entsprechendem Komfort auf den Rängen auch Frühjahrsrunden im tiefsten Winter erträglich machen.

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