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Zeitlupe Rietzler

 

Warum gibt Kapfenberg nicht Vastic & Co eine Chance? 

Der Aufschrei unter den österreichischen Möchtegern-Teamchefs war groß, als der ÖFB mit dem Schweizer Marcel Koller einen neuen Trainer für die Nationalmannschaft präsentierte. Viele ehemalige Teamkicker waren der Meinung, dass ein Österreicher die Aufgabe übernehmen hätte sollen.

Ex-Kapfenberg-Coach Werner Gregoritsch war einer der mehrmals vehement eine heimische Lösung forderte. Inzwischen hat der 53-jährige Steirer beim Tabellenschlusslicht das Handtuch geworfen. Ob er über seinen Nachfolger glücklich ist, darf bezweifelt werden.

Mit Thomas von Heesen wird KSV-Präsident Erwin Fuchs einen deutschen Kicker-Promi, der zuletzt noch als neuer Betreuer beim HSV im Gespräch war, als Chefcoach in der Obersteiermark begrüßen. Fuchs nennt die Lösung einen Freundschaftsdienst eines Spielervermittlers und hat keinen Plan B!

Na bravo, was wird „Gregerl“ wohl dazu sagen und was werden sich durchaus sinnvolle heimische Kandidaten wie Ivo Vastic, Andreas Herzog, Andreas Heraf, Martin Scherb, Heimo Pfeifenberger – um nur einige zu nennen – denken, wenn ein Thomas von Heesen in Kapfenberg die Kastanien aus dem Feuer holen soll, sie aber weiter vergeblich darauf warten, ihr Können bei einem Verein in der höchsten Spielklasse unter Beweis zu stellen.

Dass Kapfenberg finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, weiß man. Umso unverständlicher ist die Entscheidung, kurzfristig einen deutschen Promi zu holen, anstatt langfristig mit einem Österreicher zu versuchen, das Ruder rumzureißen und die durchaus vorhandenen Talente in Kapfenberg weiter zu entwickeln.

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