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Cup wärmt Diskussion um Erste Liga auf

Der Cup lebt. Die 2. Runde hatte alles zu bieten, was den K.o.-Bewerb ausmacht. Sensationen, Elferkrimis, Verlängerungen, Volksfeste und attraktive Partien bei Vereinen, die nicht dem Profi-Fußball angehören.

Acht Bundesländer sind im Achtelfinale vertreten. Einzig der größte Landesverband, jener aus Niederösterreich, brachte keinen Verein unter die besten 16 Teams des Bewerbs.

Die Regionalliga Mitte stellt noch fünf Mannschaften, während sich die Teams aus dem Osten und Westen allesamt verabschiedet haben.

Auffallend ist, dass in der dritten Leistungsstufe immer mehr bestens ausgebildete Leider-Nein-Profis dem Ball nachjagen. Die Akademien „produzieren“ jede Menge Kicker, die auf dem Sprung ins harte Profi-Geschäft irgendwo die richtige Abfahrt verpassen, sich zur falschen Zeit am falschen Ort befinden oder lieber den Weg des geringeren Widerstands gehen.

Noch nie sind so viele bekannte Namen bei unterklassigen Vereinen in den Blickpunkt gerückt. Spieler, die in Nachwuchsauswahlen glänzten, die als Sternschnuppen in der Bundesliga auftauchten, die durch Verletzungen aus der Bahn geworfen worden oder die in den beiden Zehnerligen einfach keinen Platz fanden.

An der Schnittstelle zwischen Profi-Ligen und Amateurfußball geht es zu wie auf der Wiener Südost-Tangente zur Rush-Hour.

Lediglich zwei Vereine der ersten Liga überlebten das Cup-Gemetzel.

Und es darf daher keinen überraschen, dass angesichts der aktuellen Situation der Unterbau der höchsten Spielklasse wieder einmal in die Diskussion gerät und eine Neuordnung der Liga-Formate inklusive der Amateur-Mannschaft der Profi-Vereine eingefordert wird.

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