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Zeitlupe Rietzler

 

Wenn Fans der Gäste-Teams wie wilde Tiere behandelt werden...

Rapid fürchtet sich nach der "Schlacht von Saloniki"  vor "weitreichenden Sanktionen" der UEFA und muss auch beim Rückspiel gegen PAOK am Donnerstag fürchten, dass es in und rund um das Hanappi-Stadion wieder zu gehässigen Provokationen, Tumulten, Ausschreitungen, Gewaltexzessen und Polizeieinsätzen kommt.

Die Verantwortlichen sind gewarnt. Wegen der für "normale Stadionbesucher" abschreckenden Bilder vom Hinspiel in Griechenland boomt der internationale Hooligan-Tourismus.

Im Redaktions-Postfach häufen sich diverse Augenzeugenberichte von Rapid-Fans, die ihre Erlebnisse vom Horror-Trip nach Thessaloniki kundtun. Neben der unglaublichen Aggressivität der PAOK-Fanatiker werden auch immer wieder Fehlverhalten, Hilflosigkeit und Unterbesetzung der Ordnerdienste und der Polizei thematisiert.

Der europäische Verband befasst sich ausschließlich mit den zu untersuchenden Vorfällen in den Stadien, die Rahmenbedingungen außerhalb der Arenen, wie An- und Abreise der Fans, fallen nicht in den Bereich der UEFA. Dabei liegt gerade darin die Wurzel vieler Übel. Aggressionen, die sich auf der Anreise aufstauen, werden mit auf die Tribüne genommen. Der Sektor für die Gästefans wiederum spottet oft jeder Beschreibung, gleicht einem Tierkäfig und ist einer Zuschauer-Tribüne für „normale Stadionbesucher“ unwürdig. Wenn sich dann noch, wie in Thessaloniki beobachtet, im benachbarten „Familiensektor“ Hooligans und vermummte Krawallbrüdern tummeln, ist der Gift-Cocktail gemischt und die Sicherheit im Stadion oft nicht mehr zu gewährleisten.

Auch darüber sollte sich die UEFA Gedanken machen, ehe sie mit horrenden Geldstrafen, Geisterspielen und dem Ausschluss aus dem Wettbewerb droht.

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