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Zeitlupe Rietzler

 

Neue ÖOC-Führung stellt sich voll in den Dienst der Sportler

Mit den Olympischen Spielen in London beginnt für Österreich Sommersport (hoffentlich) eine neue Ära. Erstmals verantworten Präsident Karl Stoss und Generalsekretär Peter Mennel die Geschicke der heimischen Athleten. Das Duo aus Vorarlberg will und wird dem Österreichischen Olympischen Comite (ÖOC) ein neues Gesicht verpassen.

Noch vor Eröffnung der XXX. Sommerspiele erntet die ÖOC-Führung viel Lob von den Aktiven. Egal, ob Segler, Tischtennis-Weltmeister Werner Schlager, die Leichtathleten oder das Judo-Team – von allen Seiten wird berichtet, dass im höchsten heimischen Sportgremium ein frischer Wind weht und nicht mehr die Funktionäre und Dachverbände, sondern die Sportler im Mittelpunkt stehen.

Stoss und Mennel nehmen sich, was die unrühmliche Vergangenheit unter Generalsekretär Heinz Jungwirth betrifft, auch kein Blatt vor den Mund. Statt sich medienwirksam in der ersten Reihe zu sonnen, beobachten die neuen Herren der Ringe das Geschehen mit der notwendigen Distanz und aus Sicht der Fans.

Die beiden Top-Funktionäre drehen an den richtigen Schrauben, tauschen sich laufend mit Athleten, Trainern und Funktionären aus, wirken durch ihrer Hemdsärmeligkeit glaubwürdig und haben es in kürzester Zeit geschafft, das Vertrauen der Sportler in das ÖOC zurückzugewinnen. Dafür gebührt dem Duo die erste Medaille der Spiele.

Ihre Art und ehrliche Bereitschaft, für jene Rahmenbedingungen zu sorgen, die Höchstleistungen ermöglichen, wird nicht unbelohnt bleiben. Sollte die Saat der neuen Führung aufgehen, könnte Österreich in den nächsten 17 Tagen tatsächlich jene drei Medaillen ernten, die als Messlatte für das 70-köpfige Olympia-Aufgebot gelegt wird.

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