Der "Vettrick" fühlt sich an wie ein Sprung vom Himmel

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Was für ein Formel-1-Finale!

Spätestens als Sebastian Vettels Bolide kurz nach dem Start von einem Konkurrenten abgeschossen und umgedreht wurde, und der Deutsche mit einer ordentlichen Delle in der Auspuffanlage als "Geisterfahrer" durchs Feld rollte, war klar, dass der finale Grand Prix der Saison in Brasilien nicht nur echte PS-Freaks in seinen Bann ziehen wird.

Meine zweitgeborene Tochter ist Vettel-Fan. Sie kann zwar seinen Namen noch nicht schreiben, ruft aber ständig dessen Namen, sobald Vettel via TV oder als Foto in diversen Publikationen auftaucht. Wobei. Plötzlich sind bei ihr auch Mark Webber, Aksel Svindal oder Gregor Schlierenzauer V-E-T-T-E-L!

Bei ihr ist jeder Vettel, der die roten Bullen auf dem Helm trägt. So einfach, effektiv und prägend funktioniert perfektes Marketing. Perfekt und beeindruckend waren auch die Leistungen des Deutschen und seines Red Bull Teams in der wohl besten und kurzweiligsten WM-Saison aller Zeiten.

Für den österreichischen Rennstall war es alles andere als ein Spaziergang zum Titel-Hattrick in der Konstrukteurs- und Fahrer-Wertung. Sieben verschiedene Sieger in den ersten sieben Rennen, dazu 44 Punkte Rückstand auf Ferrari-Ass Fernando Alonso zur Saison-Halbzeit und am Ende sind doch wieder alle "völlig fix und vettel", weil der 25-Jährige nun der jüngste Dreifach-Weltmeister der Formel-1-Geschichte ist.

Schaut so aus, als würde Red Bull in jeder Hinsicht Flügel verleihen. Die Titelsammlung in der Königsklasse des Motorsports fühlt sich konzernintern jedenfalls ebenso aufregend an wie ein Sprung vom Himmel.

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