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Zeitlupe Rietzler

 

Wie reagiert Red Bull auf aktuelle Pleite? Weg mit den "Stars"?

Wenn der erklärte Titelfavorit sieben Meisterschaftsspiele in Serie sieglos bleibt, muss selbst der prominenteste Trainer um seine Zukunft fürchten.

Nicht so in Salzburg. Die Vereinsführung hat sich noch nie zu Trainer-Diskussionen geäußert. Die Überlegungen von Red-Bull-Boss Didi Mateschitz sind nur den engsten Mitarbeitern bekannt und die wiederum dürfen diese nicht preisgeben. So gesehen lässt sich über die Zukunft von Ricardo Moniz als Cheftrainer der Salzburger nur spekulieren.

Tatsache aber ist, dass der Ligakrösus einer leblosen Truppe gleicht und die stolzen Bullen wieder einmal wie lahme Ochsen über den Platz stolpern. Ein Phänomen, das die Fußball-Abteilung von Red Bull in Salzburg seit Jahren begleitet. Egal, welcher Star-Trainer gerade am Werk war.

Ob Giovanni Trapattoni oder Co Adriaanse, ob Huub Stevens oder jetzt eben Ricardo Moniz. Als Beobachter wirkte die Mannschaft stets wie ein stimmungsloser Haufen, wie satte Millionäre, die im Namen der Dose ihren Dienst nach Vorschrift absolvieren. Der Start von Moniz war verheißungsvoll, doch spätestens seit einem Monat steckt die Truppe wieder im alten Verhaltensmuster fest.

Heißt es nach Huub-Hubb-baba, jetzt schon bald Tschüs für Moniz? Immer mehr Experten sind sich einig, dass es in Salzburg nicht an der Arbeit des Trainers, sondern an der Grundeinstellung der Spieler krankt.

So gesehen wäre es spektakulär - und wohl auch ganz im Sinne der aggressiven Marketing-Ideen des Konzerns - die gesamte Mannschaft oder zumindest den Großteil davon zu feuern und dem Trainer einen Neustart mit einer „Billig“-Truppe, sprich mit Spielern, die ihren Zenit noch nicht überschritten haben (Pasanen, Lindgren), zu ermöglichen.

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