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Zeitlupe Rietzler

 

Eurofighter werden im Liga-Alltag zuwenig gefordert

Der Fendrich-Hit: Es tut so wenn, wenn man verliert, schmerzt angesichts der Europa-League-Ergebnisse von Salzburg und der Wiener Austria auch bei einem Unentschieden.

Das 2:2 in Bilbao bzw. Alkmaar fühlt sich nach den beachtlichen 2:0-Führungen der österreichischen Vereine wie eine Niederlage an. Beide Teams haben gegen klar höher eingestufte Mannschaften auswärts eine starke Vorstellung abgeliefert und sind am Ende doch nur mit einem Punkt belohnt worden.

In Spanien war der Schiedsrichter der Buhmann, in Holland fehlte der Austria im Finish die Kraft und die Konzentration, um den Sieg über die Zeit zu retten.

Auch Meister Sturm hielt im Heimspiel gegen Anderlecht über weite Strecken gut dagegen und kassierte just in der Drangperiode der Grazer vermeidbare Gegentreffer. Als Fazit eines spannenden Europacup-Abends bleibt die Erkenntnis, dass die heimischen Vereine im internationalen Vergleich das hohe Tempo, die taktische Disziplin, das kompromisslose Zweikampfverhalten und die Konzentration gegen Ende eines Spiels vermissen lassen.

Die Gründe dafür sind im Liga-Alltag zu suchen. Wer nicht Woche für Woche bis zum Schlusspfiff gefordert wird, der zahlt gegen Europas Elite bitteres Lehrgeld.

Dazu kommt, dass der Fußball-Österreicher bei der Einschätzung der Gegner weiter zur Überheblichkeit neigt. Denn, auch wenn die drei Gegner nicht zur absoluten Creme de la Creme des europäischen Fußballs zählen, so verfügt das Trio über einen ausgeglichenen und hochkarätigen Kader, der deutlich über sämtliche Mannschaften der heimischen Teilnehmer zu stellen ist.

So gesehen können die bitteren Auswärts-Unentschieden auch wieder als kleine Erfolge gewertet werden.

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