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Zeitlupe Rietzler

 

Blatter (FIFA) führt gegen Platini (UEFA) mit 1:0

Bon anniversaire, Monsieur le President!

Als passendes Geburtstagsgeschenk für den nunmehr 57-jährigen UEFA-Boss Michel Platini würden sich wohl unfehlbare Torrichter eignen. Doch die gibt’s nicht einmal zum Ehrentag des Präsidenten.

Der Franzose wehrt sich ja bisher strikt gegen die Einführung von technischen Hilfsmitteln, um den Schiris die nicht unwichtige Entscheidung über einen Treffer oder Nicht-Treffer abzunehmen.

Sein Gegenspieler, FIFA-Präsident Joseph S. Blatter, sieht das anders. Der Schweizer erachtet die Torkamera (oder den Chip im Ball) als eine Notwendigkeit des modernen Fußballs und wird den Unparteiischen spätestens bei der WM 2014 in Brasilien die Entscheidung mittels Technik abnehmen.

Und das ist gut so. Denn, in der alles entscheidenden Frage, ob der Ball nun hinter der Torlinie war oder nicht, darf es keine Fehlleistungen mehr geben. Zumindest bei Großveranstaltungen oder in der Champions League, wo das Geld keine Rolle spielt und mit aberwitzigen Summen jongliert wird.

Platinis Argumente, wonach im Amateur-Fußball die gleichen Regeln gelten müssen wie bei einer EM in Ehren, aber dafür zeigen nicht einmal Kicker aus der 5. Leistungsklasse Verständnis.

Dort werden technische Hilfsmittel – nicht nur aus Kostengründen - weiter ein Wunschdenken bleiben, aber in der Beletage des Fußballs sind sie längst überfällig.

Die FIFA handelt, die UEFA zaudert. 1:0 für Blatter! Wäre schön, wenn Platini zu seinem Geburtstag allen Beteiligten ein Zusage für technische Hilfsmittel schenken könnte!

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