Vonn ist wie einst Moser-Pröll ein Segen für den Sport

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Es war nur eine Frage der Zeit, ehe Lindsey Vonn den Allzeit-Rekord von Annemarie Moser-Pröll knacken wird. Da kamen dem US-Girl die Rennen in Cortina d’Ampezzo gerade recht.

Die 30-Jährige zog am Sonntag in der legendären Tofana-Abfahrt mit ihrem 62. Weltcup-Erfolg mit Österreichs Jahrhundert-Sportlerin gleich und setzte im Super-G am Montag noch einen drauf. Vonn ist damit die alleinige Königin des Alpinen Weltcups. Wobei der Vergleich mit der Welt-Wintersportlerin des Jahrhunderts - wie so viele Vergleiche von Sportgrößen, die in unterschiedlichen Jahrzehnten aktiv sind und waren - hinkt.

Lindsey Vonn ist über 150 Rennen mehr gefahren, der Super-G wäre der mutigen Moser-Pröll – da sind sich alle Experten einig - auf den Leib geschneidert gewesen, stand damals aber noch nicht im Programm.

Beide Damen sind unbestritten Ausnahmekönnerinnen ihrer Zeit. Beide prägen und prägeten den Rennsport ihrer Ära. Vonn ist ein Segen für den Damen-Zirkus und schafft es – auch wegen ihrer publikumswirksamen Liaison zu Golfstar Tiger Woods – den Skisport in den USA in die Schlagzeilen zu heben.

Das wahre Ausmaß der Popularität des US-Sport-Traumpaars wird wohl in zwei Wochen bei der WM in Colorado sichtbar werden. Da gilt Vonn nun als ganz große Favoritin auf das WM-Doppel in Abfahrt und Super G. Sie hat sich von ihren schweren Knieverletzungen sichtlich bestens erholt und fährt aktuell die Konkurrenz bereits wieder in Grund und Boden. Auch 100 Weltcupsiege sind inzwischen keine Utopie mehr. Vonn ist alles zuzutrauen.

Sie ist eine Vollblut-Rennläuferin und ähnlich ehrgeizig wie ihr Liebhaber. Auch der will die Rekordbücher neu schreiben und, so wie im November das Comeback von Vonn im Skisport herbeigesehnt wurde, fiebert die Golfwelt der Rückkehr von Tiger Woods, der extra nach Cortina eilte, um seiner Herzdame zum Allzeitrekord zu gratulieren, auf die PGA-Tour Ende Jänner entgegen.

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