Wie die Politik den Sport mit Füßen tritt...

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Berufsheer oder Wehrpflicht? In den letzten Tagen vor der Volksbefragung gehen die Wogen hoch. Die Abstimmung über die zukünftige Verteidigungsstrategie des Landes artet zur politischen Schlammschlacht zwischen den Regierungsparteien aus.

Der Sport gerät dabei – wie so oft in der österreichischen Politik - zwischen die Fronten beziehungsweise unter die Räder. So hätte kurz vor Weihnachten, nach drei Jahren des äußerst zähen Ringens, das neue Sportförderungsgesetz den Ministerrat passieren sollen.

Denkste! Um Verteidigungs- und Sportminister Norbert Darabos nur einen Monat vor der Volksbefragung ja keinen Erfolg zu gönnen, wurde in einer typischen Provinzposse der Antrag abgeschmettert und aufgeschoben. Kindisch und parteipolitisch wie die Befragung über das Heer an sich.

Das Bundesherr ist aktuell einer der größten "Sponsoren" des heimischen Sports. In den letzten 20 Jahren haben die Heeressportler nicht weniger als 63 Olympia-Medaillen für Österreich errungen. Wie es mit dem Heeressport-Zentrum (HSZ) zukünftig weitergeht, kann oder will keiner so genau beantworten.

Im Vorfeld der Befragung sickerte lediglich durch, dass sich das "Heer neu" auf die militärnahen Sportarten Fallschirmspringen, Orientierungslauf, Schießen, Biathlon und Langlauf konzentrieren und anstelle der aktuell ca. 275 Sportler nur noch 192 in den Genuss einer Förderung kommen könnten.

Ganz so genau weiß man das nicht. Die Politik spielt einmal mehr mit versteckten und gezinkten Karten. Bei der Recherche stößt man auf eine Mauer des Schweigens. Mehrere Befragte gaben an, dass sie zu diesem Thema - auf Weisung von oben - nichts sagen dürfen.

Sandkasten-Spiele, wie man sie von der Politik in Sachen Sport leider seit Jahren kennt.

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