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Zeitlupe Rietzler

 

Neustart des ÖFB-Teams endet mit altbekannten Schwächen

Ende schlecht, alles schlecht?

Die Nationalmannschaft verabschiedet sich quasi standesgemäß mit einer bitteren Niederlage in der Ukraine in die Winterpause. Wieder einmal hat die ÖFB-Auswahl ein durchaus ansehnliches Spiel geliefert und steht am Ende neuerlich mit leeren Händen da.

Einmal mehr tragen individuelle Fehler in der alles andere als stabilen Abwehr sowie die mangelnde Chancenauswertung, die teilweise schon an Unvermögen grenzt, die Hauptschuld am 1:2. Dazu gesellen sich altbekannte Schwächen wie leichtfertige Ballverluste im Spielaufbau oder fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor.

Ein Hauch einer Handschrift von Neo-Teamchef Marcel Koller ist, angesichts der immer wiederkehrenden Selbstfaller der Mannschaft, nur schwer auszumachen.

Was bleibt, ist die Hoffnung, dass sich die ÖFB-Auswahl irgendwann - hoffentlich bald - festigt und die Offensivkräfte so etwas Ähnliches wie einen Killerinstinkt entwickeln.

Zu hoffen ist außerdem, dass sich das Pech der späten Gegentore in einen glücklicheren Spielverlauf im Jahr 2012 verändert und, dass die Erwartungen an die Teamspieler auf ihrem steinigen und weiten Weg zurück ins internationale Rampenlicht nicht sofort wieder in den Himmel wachsen.

So gesehen hat die Niederlage beim EM-Gastgeber vielleicht auch ihr Gutes, um nicht gleich wieder in die Euphorie rund um einen möglichen Schweizer Wunderwuzzi zu verfallen.

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