Koller überrascht mit Gucher

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Koller setzt auch Kontinuität und holt neuen Legionär

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Marcel Koller bleibt seiner Linie treu. Kontinuität ist das große Erfolgsgeheimnis des ÖFB-Teamchefs. Der Schweizer steht zu seinen Plänen, er lässt sich nicht verbiegen und hält an seinen Grundsätzen fest.

Eigentlich ist es ja fast ein Wunder, dass Koller vor dem Testspiel gegen seine Landsleute den verletzten Tormann Robert Almer aus seinem 23-Mann-Kader streicht und Ersatz-Goalie Andreas Lukse nominiert. Martin Hinteregger kehrt als Abwehrspieler zurück und mit der Einberufung des Debütanten Robert Gucher gelingt dem 54-Jährigen dann doch noch seit langer Zeit eine faustdicke Überraschung.

Mit der erstmaligen Nominierung des "Austrociociaro", so wird der 24-jährige Steirer in seiner fußballerischen Heimat bei Italiens Serie-A-Aufsteiger Frosinone gerufen, war wirklich nicht zu rechnen, da er zudem erst gerade von einer Verletzung in sein Team zurückgekehrt ist.

Sei's drum. Vielleicht imponiert Koller bei Gucher ja auch dessen Kontinuität und Hartnäckigkeit. Schließlich heuerte er bereits 2008 erstmals bei den Italienern an und kehrte 2012 in die 50.000-Einwohner-Stadt nach Süditalien - zwischen Rom und Neapel gelegen – zurück. Robert Gucher, längst stolzer Kapitän beim Aufsteiger, ist im Frühjahr nicht nur dank seiner Persönlichkeit zum Mittelfeldspieler des Jahres in der Serie B gewählt worden.

Marcel Koller hat dessen Werdegang und Können honoriert und einen weiteren Legionär für sein EURO-Aufgebot gefunden. Übrigens: Mit Altach-Goalie Lukse und Salzburgs Abwehrchef Martin Hinteregger stehen aktuell genau zwei Spieler der heimischen Bundesliga im 23-Mann-Kader von Koller. Auch da zeigt der Schweizer Kontinuität und gibt - ohne etwas zu sagen - seine Einschätzung zur Leistungsstärke der österreichischen Bundesliga ab.

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