Pflichtsieg und Bürgerpflicht

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ÖFB-Kicker setzen in jeder Hinsicht positive Zeichen

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Die Ziellinie rückt für Österreichs Fußball-Nationalmannschaft immer näher. Der hart erkämpfte, aber hoch verdiente Heimsieg gegen Moldawien war für die ÖFB-Auswahl der nächste große Schritt Richtung EURO 2016 in Frankreich.

Das Qualifikationsspiel war in mehrfacher Hinsicht eine bemerkenswerte Partie. Statt des ersten Matchballs war gegen die Menschenmauer aus Moldawien viel Geduld gefragt. Die Truppe von Teamchef Marcel Koller hat die Aufgabe mit Bravour gelöst. Voll konzentriert, unaufgeregt, schnörkellos und ohne blindes Anrennen. Auch das ist eine Qualität, die von einer Top-Mannschaft gefordert wird.

Die Führung war nur eine Frage der Zeit, der Pflichtsieg heiligte die Mittel. Mag sein, dass das 1:0 der Russen gegen die Schweden von alle Beteiligten als Dämpfer empfunden worden ist.

Mit Ausnahme des ÖFB-Teams waren bis vor Spielbeginn eigentlich alle Beteiligten in einer "Hurra-wir-fahren-zur-EURO"-Stimmung. Jetzt fehlt aus den Auswärts-Partien in Schweden und in Montenegro sowie dem abschließenden Heimspiel gegen Liechtenstein nur noch ein Pünktchen, um das EM-Ticket zu lösen.

Die Mannschaft und ihr Umfeld sind geerdet. Das Team gewinnt inzwischen auch, wenn es nicht die beste Leistung abruft. Die Fans stehen hinter den Spielern, auch wenn einige davon (Harnik, Fuchs) augenscheinlich ihrer Form hinterherlaufen. Die Mannschaft wirkt von Spiel zu Spiel homogener.

Dass an diesem denkwürdigen Tag im Osten Österreichs ausgerechnet ein ehemaliges "Flüchtlingskind" das Goldtor erzielt, passt ins Bild. Österreich ist stolz auf seine Auswahl aus Migranten und Flüchtlingskindern. Die Nationalmannschaft könnte bunter nicht zusammengewürfelt sein.

Die besten Kicker des Landes zeigten enormen Einsatz und ein großes Herz. Das ÖFB-Team setzte ein kräftiges Zeichen gegen Kälte, Fremdenhass und Ausgrenzung. Dass all die Unterstützung Hand in Hand mit der sportlich erfolgreichen Entwicklung geht, ist doppelt erfreulich und weit mehr wert als die drei Punkte.

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