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Und wieder ist ein Präsident "abgesoffen"...

Österreichs Schwimmverband ist quasi die Kärntner Hypo-Bank des heimischen Sports. Das Chaos nimmt einfach kein Ende. Die Aufsicht versagt, die Funktionäre funktionieren nicht.

Politiker mischen sich, oder besser gesagt, müssen sich in Dinge einmischen (parteipolitische Überlegungen?), von denen sie nichts verstehen. Die Statuten sind zum Teil fragwürdig, die Verbindungen und Konstruktionen mit diversen Sub-Organisationen abenteuerlich.

Die Medienarbeit ist unter dem 35-jährigen Stefan Miklauz, der knapp ein Jahr im Amt war, eingestellt worden. Fragen waren nicht erlaubt, Stellungnahmen sind keine gekommen – medienpolitische Methoden, wie einst im Ostblock üblich, sollten der Schlammschlacht der letzten Jahre ein Ende setzen.

Denkste! Der Verband verlor einen Prozess nach dem anderen und ging auf Tauchstation. Den handelnden Personen stand das Wasser bis zum Hals, jetzt ist der nächste Präsident "abgesoffen". Der dritte Rücktritt binnen zweieinhalb Jahren. Erst ging Paul Schauer, danach Christian Meidlinger, jetzt auch Stefan Miklauz.

Ab sofort versuchen drei Vize-Präsidenten den Sumpf trocken zu legen. Einer davon, Ex-Schwimmer und –Wasserballspieler Stefan Opatril aus Innsbruck, soll der Grund dafür sein, dass Miklauz das Handtuch warf. Gravierende Auffassungsunterschiede haben angeblich zum Bruch geführt.

Über die wahren Gründe wird weiter geschwiegen. Zur aktuellen Causa will wieder einmal keiner der Verantwortlichen Stellung nehmen. Es stinkt zum Himmel, der Karren ist völlig verfahren. So wie bei der Hypo. Dort zahlt der Bürger die Zeche, im Schwimmsport kommen Athletinnen und Athleten sowie die vielen Vereine im Land zum Handkuss.

Da wie dort sorgt die Misswirtschaft der letzten Jahre für ein heilloses Durcheinander, das nur schwer zu entflechten ist. Fehlt eigentlich nur, dass die marode Kärnter Hypo künftig als Sponsor des Schwimmverbandes auftritt…

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