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Das Momentum spricht die Salzburger Schulfreunde

In einem Monat ist der Alpine Ski-Weltcup wieder Geschichte.

Gott sei Dank, sagen jene, die längst die Nase voll haben von Damen-Slaloms im Regen von Maribor, endloser Ski-TV-Berichterstattung im ORF an den Wochenenden oder bereits ungeduldig den Frühling herbeisehnen.

Für wahre Weltcup-"Freaks" aber geht es ab sofort ans Eingemachte. Die Ausgangslage bietet sowohl bei den Damen als auch bei den Herren einen Punktekrimi frei nach dem Motto: "Ein Fall für zwei".

Es wäre kein Wunder, wenn in einem Monat die beiden Titelverteidiger wieder die große Kristallkugel in den Himmel stemmen würden. Die Salzburger Kinder- und Schulfreunde Anna Fenninger und Marcel Hirscher haben das Momentum auf ihrer Seite.

Zehn Rennen vor Schluss spricht vieles dafür, dass Fenninger die Slowenin Tina Maze noch abfangen kann (so wie im Vorjahr die deutlich Führende Höfl-Riesch) und Hirscher seinen Herausforderer Kjetil Jansrud aus Norwegen in Schach halten kann.

Super-Star Hirscher ist hungrig darauf, als erster Athlet der Ski-Geschichte den Gesamt-Weltcup zum vierten Mal in Folge zu erobern und Anna Fenninger erweist sich nach ihren Erfolgen bei der WM als die kompletteste Skifahrerin, während Tina Maze müde wirkt und über ihr Karriereende nachdenkt (so wie Höfl-Riesch im Vorjahr…).

Neben den beiden ÖSV-Assen besitzt Österreich seit dem spektakulären Renn-Wochenende in Saalbach auch wieder einen Speed-Star. Der 24-jährige Matthias Mayer hat das Zeug, in Abfahrt und Super-G über Jahre hinweg zu dominieren. Der Olympiasieger aus Afritz am See in Kärnten erweist sich nach vielen Rückschlägen als echtes "Rennpferd". Mutig, technisch perfekt – und spätestens seit Sonntag auch mit jenem Selbstvertrauen ausgestattet, welches Weltcup-Seriensieger auszeichnet.

Schön, dass der ÖSV neben all seinen Nachwuchs-Sorgen immer noch drei Top-Athleten im besten Rennsport-Alter zu bieten hat.

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