Hinter Hirscher klafft im ÖSV eine Riesenlücke

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Was vor Jahren noch als Randnotiz abgehandelt worden wäre, gilt aktuell als herber Verlust für Österreichs Slalomteam. Manuel Feller muss den WM-Winter aufgrund eines Bandscheibenvorfalls vorzeitig beenden. Der Junioren-Weltmeister 2013 aus Fieberbrunn steht dem ÖSV in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung.

Bitter, denn da waren es nur noch fünf...

Sollte - was nicht überraschen würde - das Trio Reinfried Herbst (36), Mario Matt (35) und Benjamin Raich (36) im Frühjahr ihre Renn-Carver in den Keller stellen und die aktive Laufbahn beenden, bleiben noch der 31-jährige Wolfgang Hörl sowie der 25-jährige Marcel Hirscher als heimisches Duo im Torlauf über.

Der ÖSV-Nachwuchs lässt seit Jahren auf sich warten. Mit Marco Schwarz, der 19-jährige Kärntner gewann gestern Montag in San Vigilo (ITA) einen FIS-Slalom und ist regierender Junioren-Weltmeister im Super-G, steht wenigstens ein Rohdiamant im Blickpunkt. Weltcup-Einsätze, das hat sein Debüt vor einem Monat in Levi gezeigt, kommen für den Nachwuchsläufer aber noch zu früh.

Schwarz muss sich im Europacup behaupten und darauf hoffen, dass er gesund bleibt. Viel Training ist angesagt. Wobei man das - siehe Feller - auch übertreiben kann. Seine Probleme mit den Bandscheiben waren bekannt. Tabletten und viele Trainings-Torläufe waren wohl die falsche Therapie! Der Rest ist Schweigen im Walde.

Im ach so gut aufgestellten Skiverband, der über die besten Trainingsmöglichkeiten und das höchste Budget aller Nationen verfügt, klafft – was nachdrängende Talente für Weltcup-Einsätze betrifft - ein großes Loch.

Aktuell gibt es im ÖSV jedenfalls mehr Pressebetreuer als Nachwuchsläufer. Die Krise bei den Talenten lässt sich damit aber nicht schönschreiben. Die Funktionäre rund um Präsident Peter Schröcksnadel müssen sich längst fragen, was da in den letzten Jahren schief gelaufen ist.

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