Das ÖFB-Team verteidigt das "Gelbe Trikot"

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Was für ein Spiel, was für Nerven aufreibende 90 Minuten, welch großartiger Etappensieg!

Österreichs Nationalteam hat bei ihrer „Tour de France“ das Gelbe Führungstrikot bravourös verteidigt.

Ja, weit mehr. Das ÖFB-Team hat sich bei einem extrem schweren Teilstück mit vielen Höhen und Tiefen, quasi der Königsetappe der Tour nach Frankreich, hauchdünn als Sieger über die Ziellinie gekämpft.

Auf der Reise zur EM-Endrunde steht Österreich nun quasi an der westlichen Landesgrenze. Angesichts der Harmonie innerhalb der Truppe und der positiven Energie, die Marcel Kollers Spieler aktuell ausstrahlt, sind die Weichen ganz klar auf Qualifikation gestellt. Liebes Nationalteam: Das Gelbe Trikot steht euch gut. Tragt es nach Frankreich!

Positiv stimmt auch, dass die Mannschaft die aktuell rosige Situation nüchtern und realistisch einschätzt. Keiner hebt ab, alle wissen, dass der Weg noch nicht zu Ende ist und weitere Etappen warten. Die Voraussetzungen vor dem Spiel gegen die Russen waren alles andere als optimal. Ohne Regisseur David Alaba, ohne Arbeitsbiene Julian Baumgartlinger, aber mit dem 12. Mann.

Für den einen (verletzten) München-Legionär ist der andere eingesprungen. Die Einwechslung von Rubin Okotie hat ein neues Feuer im Spiel der ÖFB-Auswahl entfacht. Der Mut zum Angriff ist belohnt worden. Die Mannschaft hat die Pflicht erfüllt und kann sich 2015 auf die Kür konzentrieren.

Das Selbstvertrauen ist enorm gewachsen, Ausfälle können kompensiert werden. Österreich bleibt 2014 weiter die einzige Nation, die noch nicht als Verlierer vom Platz ging. Seit neun Spielen ist Rot-weiß-rot bereits ungeschlagen.

Zur Belohnung eines Super-Jahres dürfen Kollers Kicker jetzt gegen die „Zauberer vom Zuckerhut“ aufgeigen. Ohne jeglichen Quali-Druck geht es gegen Brasilien, aber mit dem Wissen, selber ein Gelbes Trikot zu tragen und wirklich knapp davor zu stehen, Großes zu erreichen.   

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